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Black.de in Werne schließt

Billigkette verlässt das Steinhaus-Center am Moormannplatz

Werne 1000 Filialen sollten in Deutschland eröffnen. Schon im Januar war klar: Daraus wird nichts. In Werne verschwindet die Billigkette Black.de nach gerade einmal zehn Monaten aus dem Steinhaus-Center. Nun stellen sich Fragen nach der Zukunft der Mitarbeiter und einem möglichen Tedi-Umzug.

Billigkette verlässt das Steinhaus-Center am Moormannplatz

Black.de ist in Werne Geschichte. Am Dienstag räumten Mitarbeiter bereits die Regale leer. Foto: Vanessa Trinkwald

Im März wollte das Dortmunder Unternehmen Tedi noch keine Auskunft darüber geben, wie es mit dem alternativen Billigkonzept „Black.de“ in Werne weitergeht. Knapp einen Monat später steht nun fest: Die Black.de-Filiale im Souterrain des Steinhaus-Centers ist dicht. Letzter Verkaufstag war am Montag, 23. April. Am Dienstag brannte das weiß-grelle Licht des Ladenlokals nur noch für die Mitarbeiter, die die Regale leer räumten.

Vor Ort bestätigte man uns die Schließung – und auch den Kunden, die am Dienstagmittag vor verschlossener Tür standen. „Wann macht der auf?“, fragte eine ältere Dame. „Gar nicht mehr.“ Einen Räumungsverkauf gab es nicht. Und im Vorfeld auch keine offizielle Ankündigung über den Zeitpunkt der Schließung. Ohnehin zeigt sich die Muttergesellschaft Tedi stets sehr zugeknöpft bei Fragen nach der Billig-Kette.

Eröffnung am 30. Juni 2017

Erst Ende Juni 2017 hatte der selbst ernannte „Schwarzmarkt“ in Werne eröffnet, in direkter Nachbarschaft zum Tedi-Markt im Steinhaus-Center. Auf insgesamt 1000 Filialen wollte das Unternehmen in ganz Deutschland kommen, nun stampft Tedi das Format wieder ein – man wolle „das beste aus beiden Konzepten vereinen“, so die offizielle Begründung.

DORTMUND Ende 2016 startete die Billig-Kette Black.de in Dortmund – 1000 Filialen sollten im Land eröffnen. Daraus wird nichts: Die Muttergesellschaft Tedi macht alle der selbsternannten „Schwarzmärkte“ zu Tedi-Läden. Tedi will „das Beste aus beiden Konzepten vereinen“. Kenner der Branche spekulieren über andere Gründe.mehr...

Manchen Branchenkenner kann Tedi damit aber nicht überzeugen. „Ohne Black.de zu nahetreten zu wollen, muss man doch sagen: Da ist offensichtlich etwas nicht ganz rund gelaufen. Man kündigt nicht 1000 Filialen an, um das Konzept dann nach kurzer Zeit einzustellen“, sagte Jörg Lehnerdt von der Handelsberatung BBE bereits im Januar gegenüber unserer Zeitung. „Der Marktkuchen wird nicht größer – irgendwann kannibalisiert man sich selbst.“

Zieht Tedi in die Räume nebenan?

In Werne stellt sich nun die Frage, ob Tedi ein paar Meter weiter in die ehemaligen Black.de-Räume zieht. Tedi kommt im Steinhaus-Center am Moormannplatz auf rund 575 Quadratmeter, während sich Black.de in den vergangenen Monaten auf 1069 Quadratmetern ausbreitete. Ein Umzug wäre ein logischer Schritt, wurde auf Anfrage beim Unternehmen bisher aber nicht kommentiert.

Wohl aber ist Black.de ein gern kommentiertes Thema in dem sozialen Netzwerk Facebook. Die Meinungen zur Schließung gehen auseinander: Die einen finden es schade, den anderen sei es schlicht egal – gingen sie ohnehin lieber zu „Action“.

Die niederländische Kette „Action“ verkauft ebenfalls billigen Bastelkram, Spielzeug, Heimwerkerbedarf und macht Tedi Konkurrenz. Eine Filiale in Werne gibt es nicht, aber welche in direkter Nachbarschaft in Lünen, Hamm und Selm.

Zukunft der Mitarbeiter

Nach und nach wird das Black.de-Ladenlokal im Steinhaus-Center nun geräumt. In ein paar Tagen dürfte es leer stehen. Die Sachen würden in andere Filialen ausgelagert, teilte man am Dienstag vor Ort mit. Auch die Mitarbeiter würden woanders unterkommen, hieß es. Ob in anderen der noch bestehenden Black.de-Filialen oder bei Tedi, ist nicht klar.

„Ich hoffe, für die Mitarbeiter gibt es gute Perspektiven“, schrieb eine Userin bei Facebook. Eine andere: „Das Schlimmste ist, dass die Mitarbeiter erst am Mittwoch erfahren, wie es mit ihnen weitergeht!“

Eine Anfrage bei Tedi blieb am Dienstag unbeantwortet.

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