Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Wobbel-Yoga an der Vredener Norbertschule

Yoga mit König, Frosch, Pinguin und Wobbel

Vreden Egal ob Sonnengruß oder herabschauender Hund: Yoga ist für Erwachsene oft eine Herausforderung. Kindern fallen die Positionen leichter. Und dank eines besonderen Hilfsmittels haben sie auch noch viel Spaß dabei.

Yoga mit König, Frosch, Pinguin und Wobbel

Die Norberstschule bietet Wobbel-Yoga mit Christina Horst an. Foto: Victoria Thünte

Wobbel-Yoga – es klingt lustig, es ist lustig. Davon konnten sich jetzt Kinder an der Norbertschule überzeugen. Die typischen Yoga-Figuren werden dabei nicht auf dem Boden gemacht, sondern auf einem gebogenen Brett – dem Wobbel. Was genau ein Wobbel ist, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Und genau darum geht es: Ist es eine Schaukel, eine Brücke, eine Hütte, eine Stufe, ein Liegestuhl, ein Lächeln oder doch der Rücken eines Elefanten? Das kann jedes Kind für sich entscheiden.

Zu Beginn des Kurses an der Norbertschule ist der Wobbel erst einmal ein Versteck, eine Schutzwand. Yogalehrerin Christina Horst weist die Grundschüler an: „Wir sind Tiere und schlafen ganz tief. Jetzt werden wir langsam wach. Wir schauen aus unserer Höhle heraus – und erschrecken uns.“ Schnell schreckt sie hinter das Brett zurück. Die Kinder kreischen vor Vergnügen und tun es ihr nach. Dann wird es beweglicher. Wie ein Frosch hocken sich die Kinder auf den Wobbel und hüpfen herunter, wie ein Löwe streifen sie durch die Gegend, wie eine Schlange legen sie sich auf das Brett, Arme und Beine in die Luft.

Die Tiermotive seien typisch für Kinder-Yoga, sagt Christina Horst. „Es sind größtenteils die gleichen Positionen wie im Erwachsenen-Yoga, sie haben nur andere Namen. Für Erwachsene sind die Positionen oft eine Herausforderung, Kinder können sie aber schon von ihrer Anatomie her sehr gut“, sagt die 27-Jährige. Die Yogalehrerin unterrichtet sowohl Kinder als Erwachsene. Seit einem Jahr hat sie auch Wobbel-Yoga im Programm.

Waldorf-Spielzeug

Der Wobbel ist eigentlich ein Spielzeug aus der Waldorfschule. Die Niederländerin Rianne Roodbeen wurde Anfang 2017 auf das Gerät aufmerksam und kam auf die Idee, den Wobbel mit Kinderyoga zu verbinden. Christina Horst fand die Idee super und ließ sich von ihr zur Wobbel-Yogalehrerin ausbilden. „Ich bin die erste und bislang einzige Wobbel-Yogalehrerin in Deutschland“, sagt die gebürtige Stadtlohnerin. Die Norbertschule in Vreden sei die erste Schule deutschlandweit, die Wobbel-Yoga anbietet. „Die Kinder haben das super angenommen, und wir haben uns nach den ersten beiden Kursen direkt entschieden, weitere Kurse anzubieten“, sagt Schulleiter Marcel Ludwig. Auch die neuen Kurse, die nächste Woche starten, sind schon voll.

Nach der Aufwärmphase geht Christina Horst mit den Kindern einige konkrete Positionen durch. „Wisst ihr noch, wie der Pinguin geht?“, fragt sie in die Runde. Natürlich, das haben die Kinder behalten. Begeistert drehen sie den Wobbel um, sodass sie nun darauf schaukeln können. Mit den Händen bringen sie das Brett in Bewegung und rutschen auf den Knien von der einen Seite zur anderen. Es folgt der König: Ein Bein nach vorne, das andere nach hinten, die Hände formen eine Krone über dem Kopf. Begeistert wippen die Schüler von vorne nach hinten und winken ihren imaginären Untertanen zu. „Beim Yoga geht es immer um das Prinzip Anspannen und Entspannen. Mit dem Wobbel kommt noch die Balance dazu“, sagt Christina Horst.

Kinder können sich frei ausprobieren

Dann dürfen die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Was braucht ihr gerade, wonach fühlt ihr euch?“, fragt die Yogalehrerin. Johann krabbelt erst unter dem Wobbel hindurch, dreht ihn dann um und legt sich hinein wie in einen Schaukelstuhl. Xuan-Mai benutzt ihn wie eine Wippe, Kira krabbelt darüber wie über eine Brücke, und Elsa stellt sich darauf und macht sich ganz groß. „Das ist das Wichtigste, dass die Kinder sich frei ausprobieren können und neue Wege finden, zur Ruhe zu kommen“, sagt Christina Horst.

Zum Abschluss kommen alle in einem Kreis zusammen. „Wie geht nochmal der Yogasitz? So?“, fragt Elsa und versucht, ihre Beine kompliziert zu verschränken. „Im Yoga gibt es kein richtig und falsch. Setz dich einfach so hin, wie es sich für dich richtig anfühlt“, antwortet Christina Horst.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Offene Deutsche Meisterschaft im Bauergolf

Die Suche nach dem Bauerngolf-Meister

ZWILLBROCK Im Juli ist es wieder soweit: Die 10. offene Deutsche Meisterschaft im Bauerngolf steht an. Nicht nur Profis und Erwachsene können teilnehmen.mehr...

Vredener Freibad öffnet am Donnerstag

Endlich baden unter freiem Himmel

Vreden Das Freibad öffnet am Donnerstag endlich seine Türen. Geplant war eine so späte Öffnung nicht, Bauarbeiten am Kinderbecken kamen dazwischen.mehr...