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Fensterfolien schützen Vögel am Kult in Vreden

Unsichtbarer Vogelschutz am Kult

Vreden Die Fensterscheiben am Kult in Vreden sind eine Todesfalle für Vögel. Jetzt hat der Kreis Borken eine Lösung gefunden. Für Menschen ist die aber nicht sichtbar.

Unsichtbarer Vogelschutz am Kult

Die Spiegelung der vielen Fensterscheiben am Kult führte viele Vögel in die Irre. Foto: Foto Christiane Hildebrand-Stubb

Kult killt Vögel“ – so lautete eine Überschrift der Münsterland Zeitung im Oktober 2017. Das Problem: Die Spiegelungen der vielen Glasscheiben an dem markanten Neubau führen die Tiere in die Irre. Vor den Fensterfronten des Kults liegen immer wieder tote Vögel. Jetzt hat der Kreis Borken eine Lösung gefunden. „Wir haben an einem Fenster Folien getestet. Die Mitarbeiter haben uns jetzt bestätigt, dass es funktioniert“, sagt Karlheinz Gördes, Pressesprecher beim Kreis Borken.

Die Folien seien vor rund vier Wochen an einer Fensterscheibe zum Butenwall hin angebracht worden, sagt Ulrike Brandt, stellvertretende Leiterin des Kults. „Seitdem ist dort kein Vogel mehr dagegen geflogen.“ Deswegen hat der Kreis Folien für alle Glasscheiben am Kult in Auftrag gegeben.

10.000 Euro kosten die Folien nach Angaben von Karlheinz Gördes. Es handelt sich um Aufkleber in Vogelform. Das Besondere: Für das menschliche Auge sind die transparenten Spezialfolien kaum wahrnehmbar. „Man muss schon sehr genau hinschauen“, sagt Ulrike Brandt.

Durch eine spezielle UV-Beschichtung sind sie allerdings für Vögel deutlich als Hindernis erkennbar. Bilder im Internet zeigen die Sicht der Vögel. Die Folien sind dort dunkellila und deutlich sichtbar. Sie werden von außen an der Scheibe angebracht.

Unsichtbarer Vogelschutz am Kult

Menschen müssen sehr genau hinschauen, um die Folien zu erkennen. Für Vögel sind sie aber gut sichtbar. Foto: Markus Gehring

Im Oktober 2017 sagte Karlheinz Gördes, dass das Problem bei den Planungen nicht abzusehen war. Aber: „Das hat uns wirklich sehr umgetrieben, als wir davon erfahren haben.“ Drei Wochen lang wurde nach einer Lösung gesucht, die sowohl die Vögel schützt, als auch die Architektur des Gebäudes nicht stark verändert.

Damals entschied der Kreis, rund zwei Millimeter dicke, schwarze Streifen auf den Fenstern anzubringen. „Das hätte auf jeden Fall den Gesamteindruck des Gebäudes verändert“, sagt Ulrike Brandt. Auch die Streifen wurden bereits auf einem Fenster am Kult getestet. Doch dann sei man auf die Möglichkeit der unsichtbaren Folien aufmerksam geworden und habe sich dafür entschieden, so Ulrike Brandt.

Verzögerungen wegen zu kalter Temperaturen

Eigentlich sollte das Problem schon nach den Herbstferien 2017 gelöst werden. So kündigte es zumindest Karlheinz Gördes im Oktober 2017 an. „Aber das ging nicht bei kalten Temperaturen. Wir brauchten zweistellige Temperaturen, damit die Folien auch richtig halten“, sagt der Pressesprecher.

Nach dem erfolgreichen Test sollen die Folien jetzt so schnell wie möglich an allen Glasscheiben angebracht werden. Wann genau, kann Karlheinz Gördes nicht sagen.

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