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Jugendliche feiern 1. Mai in Köckelwick

Stadt Vreden stellt Spielregeln für Maiausflügler auf

Vreden Im vergangenen Jahr musste die Polizei eine Maifeier an der Köckelwicker Schützenhalle auflösen. Damit es in diesem Jahr nicht soweit kommt, hat die Stadt zusammen mit der Polizei klare Spielregeln definiert.

Stadt Vreden stellt Spielregeln für Maiausflügler auf

Das war der 2. Mai 2017: Die Bauhofmitarbeiter räumten das Gelände an der Schützenhalle Köckelwick auf. Foto: Markus Gehring

Eine Eskalation der Maifeier an der Köckelwicker Schützenhalle soll es in diesem Jahr nicht geben. Wer dort feiern will, muss sich an die Regeln der Stadt halten. Wir haben Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.

Was ist im letzten Jahr passiert?

Rund 300 Jugendliche haben am 1. Mai 2017 an der Köckelwicker Schützenhalle gefeiert, erinnert sich Jürgen Depenbrock, Leiter des Ordnungsamtes. Mitarbeiter der Polizei, des Jugendwerks und des Ordnungsamtes waren vor Ort, um eine Eskalation zu verhindern. „Aber irgendwann hatten wir die Situation nicht mehr unter Kontrolle“, sagt Jürgen Depenbrock. Große Anhänger, die eigentlich von Treckern gezogen werden, seien durch die Menge geschoben worden. „Wenn der rollt, dann kann ihn niemand mehr bremsen“, sagt der Erste Beigeordnete Bernd Kemper. Außerdem sei viel Alkohol im Spiel, die Jugendlichen sehr aggressiv gewesen. Mehrere Notrufe wegen Schlägereien gingen bei der Polizei ein. Schließlich musste die Veranstaltung aufgelöst werden. Doch die Jugendlichen zeigten keine Einsicht. Die Polizei musste 200 Platzverweise aussprechen.

Warum stellt die Stadt jetzt Regeln auf?

„Wir wollen keine Spaßbremse sein, aber wenn etwas passiert, wird nach der Verantwortung gefragt“, sagt Bernd Kemper. Doch er stellt auch klar: „Die Stadt ist nicht der Veranstalter.“ Und genau das macht die Situation so schwierig. Da es keinen Veranstalter gibt, gibt es niemanden, der sich um die Sicherheit kümmert. Deswegen haben die Stadt und die Polizei gemeinsam Regeln aufgestellt, die konsequent durchgesetzt werden sollen.

Wie sehen die Regeln aus?

Das Ordnungsamt und der Schützenverein haben sich darauf verständigt, dass die Maifeier nur bis 19 Uhr geduldet wird. „Wir gehen davon aus, dass es sich danach auflöst“, sagt Manfred Lütjann, Leiter der Polizeiwache in Ahaus. Er richtet aber auch einen Appell an die Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder nicht zu lange unterwegs sind. Erlaubt sind im Bereich der Schützenhalle nur klassische Bollerwagen. Motorisierte Zugmaschinen oder große Anhänger sind verboten. Anhänger, die schon vor dem 1. Mai auf das Gelände gestellt werden, werden kostenpflichtig abgeschleppt. Riesige Musikanlagen sind verboten. „Natürlich darf Musik gespielt werden, aber nur in angemessener Lautstärke. Große Boxen sind verboten“, sagt Bernd Kemper. Außerdem achten die Einsatzkräfte verstärkt darauf, dass der Jugendschutz eingehalten wird. Die Stadt empfiehlt allen Feiernden, unbedingt einen Personalausweis dabei zu haben. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Jugendwerkes werden in Köckelwick vor Ort sein.

Soll dadurch eine große Feier verhindert werden?

Nein, die Stadt hat bewusst auf ein Verbot der Maifeier an der Schützenhalle verzichtet, obwohl das leicht möglich gewesen wäre. Für die Feiernden werden auf dem Gelände Toilettenwagen und Mülleimer aufgestellt. Außerdem wird der Wirtschaftsweg vor der Schützenhalle gesperrt, um sowohl die Feiernden als auch Autofahrer zu schützen. „Wenn es aber in diesem Jahr nicht funktioniert, können wir uns im nächsten Jahr durchaus ein Verbot vorstellen“, sagt Bernd Kemper.

Und was ist, wenn die Party spontan woanders stattfindet?

Seit drei Jahren treffen sich die Jugendlichen am 1. Mai vor allem an der Köckelwicker Schützenhalle. Vorher waren auch der Berkelsee oder die Teufelsschlucht beliebte Treffpunkte. „Wenn die Jugendlichen sich in diesem Jahr woanders treffen, bekommen wir das mit“, sagt Thomas Beuting, Bezirksbeamter der Polizei in Vreden. Die Polizei sei nicht die ganze Zeit an einem Ort im Einsatz, sondern im gesamten Stadtgebiet unterwegs.

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