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Raupenkokon in Eichenbaum entdeckt

Vreden An einer Eiche in einem privaten Garten an der Wagnerstraße ist gestern Morgen ein Nest von Eichenprozessionsspinner-Raupen gefunden worden - bis Redaktionsschluss blieb es bei diesem «Einzelfall». In anderen Orten des Südkreises waren die Raupen, die die Eichen schädigen - sie fressen die Blätter ab - und bei Menschen Hautreizungen oder Schleimhautschwellungen auslösen können, praktisch zur Plage geworden. «Ich habe das in den 30 Jahren, in denen ich beim Bauhof bin, noch nicht erlebt», betonte Bauhofleiter Hubert Wantia, «wir hatten immer Ruhe vor den Raupen».

Der Gartenbesitzer hatte das Ordnungsamt verständigt, das wiederum den Bauhof gestern Morgen losschickte: «Weil der Kindergarten gegenüber liegt», erklärte Jürgen Depenbrock. Denn eigentlich sind die Raupennester «Privatsache» und müssen auch von den Baumbesitzern entfernt und entsorgt werden. Die Haare der kleinen Tierchen sind mit Widerhaken versehen, diese können allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. So gingen auch die Bauhofmitarbeiter in voller Schutzmontur zur Sache, lösten den Kokon mit einem Spatel vom Baum und flämmten ihn auf dem Bauhofgelände ab.

Im «Ruhezustand»

«Es sah aber nicht so aus, als wenn sie weiterziehen wollten, die haben sich gar nicht bewegt», erläuterte Wantia. In der Tat sind die Raupen zur jetzigen Jahreszeit kurz vor der Verpuppung. Dennoch rät der Bauhofleiter zur Kontrolle: «Wir sehen nach unseren Beständen.» Aber alle, die Eichen im Garten oder auf der Wiese stehen haben, sollten auch genau nachsehen. Wenn Raupennester entdeckt werden, können Betroffene sich an Jürgen Depenbrock von der Fachabteilung für Öffentliche Sicherheit und Ordnung wenden - Tel. (0 25 64) 30 31 26 - er informiert über «Entsorgungsmöglichkeiten». Grund zur Hysterie bestehe jedoch überhaupt nicht, betonte Depenbrock: «Wir gucken, was kommt.» ewa

Ihren Namen haben die Eichenprozessionsspinner von der Eigenart, nachts in «Prozessionen» - einer hinter der anderen - von den Nestern aus zum Fressen in die Baumkronen zu wandern.

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