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Quittung reicht nicht für Ersatz

Vreden Was tun, wenn ein Kind einer 50er-Eintrittskarte fürs Bad verliert? Schwimmbadbenutzerin und Mutter Cornelia Gellissen hat eine Idee.

Gegen Vorlage der Quittung, die die Kartennummer festhält, könne die alte Karte gesperrt und eine neue ausgestellt werden. Der Betriebsausschuss der Städtischen Bäderbetriebe sprach sich gegen eine solche Lösung aus.

Für die Verwaltung hatte der Erste Beigeordnete Dr. Christoph Holtwisch die Konsequenzen des Vorschlags überdacht.

Sein Fazit: "Wenn wir dieses Problem lösen, schaffen wir ein neues" - nämlich die Schwierigkeit, dass niemand nachweisen kann, dass er eine Karte rechtmäßig erworben hat, und Missbrauch Tür und Tor offen stehe. Vermieden werden könnte dies, indem bei Neuausgabe der Transponder für den Automaten der Käufer registriert wird: "Dieser Aufwand ist aber vom Badpersonal nicht leistbar."

Selbst "ermäßigt"

Man wolle seitens der Verwaltung nicht jedem Badbenutzer Missbrauchsabsichten unterstellen, betonte Holtwisch. Die Erfahrungen von Schwimmmeister Norbert Schemming zeigten, dass es aber doch manche Badegäste gibt, die es nicht so genau nehmen und schon mal ermäßigte Karten kaufen - ohne dafür berechtigt zu sein. "Dass soll ja wohl egal sein", habe ein "erwischter" Gast noch in dieser Woche zu seiner Verteidigung gesagt. "Theoretisch wollen wir es nicht glauben, in der Praxis aber kommt es vor, und nicht nur als Einzelfall", kommentierte Ausschussvorsitzender Heinz Gewering.

Aushang

Wilhelm Berendsen (SPD) schloss sich der Argumentation der Antragstellerin an: Die Quittung werde nur auf Knopfdruck ausgedruckt - mit einem entsprechenden Aushang könne man doch auf die Möglichkeit des Ersatzes bei Verlust hinweisen, "dann landen keine Quittungen im Papierkorb".

Die Ausschussmehrheit aber sah den Verlust einer 50er-Karte als "normales Lebensrisiko", so Gewering, an. "Es ist ein Wertgegenstand, und auf den muss man aufpassen." ewa

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