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Geldverdienen und Erfahrung sammeln

Ferienjobs in Vreden

Damit bei sechs Wochen ohne Schule keine Langeweile aufkommt, helfen Ferienjobs. Das hat gleich zwei Vorteile: Geldverdienen und Berufserfahrung sammeln. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

VREDEN

15.06.2018
Geldverdienen und Erfahrung sammeln

Ferienjobber werden in vielen Unternehmen als helfende Hand eingesetzt, ob als Kellner oder in der Industrie. © picture alliance / Axel Heimken/

Egal ob Handwerk, Lager oder Gastronomie – oft sind Unternehmen froh, wenn sie in der Ferienzeit Unterstützung von Schülern bekommen. „Gerade während der Sommerferien brauchen wir häufig Urlaubsvertretungen“, sagt zum Beispiel Petra Wildenhaus von der Firma Saueressig. Bewerbungen für die Sommerferien seien noch möglich, aber auch für die Zeit danach, zum Beispiel bis zum Semesterbeginn, werden helfende Hände gebraucht. „Wir suchen in der Regel Aushilfen für Tätigkeiten im Lager, in der Produktion oder auch zur Unterstützung unserer Wartungsteams.“ Ferienjobber sollten mindestens 16 Jahre alt sein und mindestens zwei Wochen bleiben wollen. Der Verdienst werde je nach Vorkenntnissen der Bewerber individuell besprochen.

Doch bei einem Ferienjob geht es nicht nur um das Geldverdienen. Die Schüler können auch erste Berufserfahrung sammeln. „Ferienjobs sind eine Eintrittskarte ins Unternehmen und helfen dabei, die gefragten Soft Skills zu entwickeln und zu schulen: pünktlich sein, sorgfältig arbeiten, Stress aushalten, etwas zu Ende bringen. Für Arbeitgeber gibt es oft nichts Wichtigeres. Zusätzlich macht sich jeder Ferienjob gut im Lebenslauf einer Bewerbung“, schreibt die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster in einer Pressemitteilung.

So sieht es auch Karl-Heinz Resing von Elektro Anlagen Resing. „Schüler ab 16 können bei uns auf jeden Fall mitgehen und Einsicht in das Berufsleben bekommen.“ Der Verdienst sei zwar nicht besonders hoch, aber aus einem Ferienjob könne später auch eine Ausbildung werden. „Bewerber sollten auf jeden Fall handwerkliches Geschick haben“, sagt Resing.

Frühzeitig bewerben


Aushilfsjobs für Schüler bietet auch die Firma Niessing an. „Wer mindestens 16 ist und eine gute Feinmotorik besitzt, kann unseren Goldschmieden zur Hand gehen und zum Beispiel den Schmuck säubern“, sagt Anke Mönning. Für diese Sommerferien sind allerdings schon alle Plätze belegt. So ist es auch bei den Vredener Firmen Quadrant, Schmitz Cargobull und Wefapress.

Deshalb rät die Agentur für Arbeit, sich frühzeitig um einen Ferienjob zu kümmern und Eigeninitiative zu zeigen. „Eltern, Verwandte, Bekannte wissen auf ihrer eigenen Arbeitsstelle, wo Stellen frei sind. Vielleicht hat ein Freund schon einen Job gefunden und weiß, dass weitere Ferienjobber gesucht werden. Schwarze Bretter in den Schulen oder im Supermarkt um die Ecke sind Fundstellen für Jobs“, schreibt die Arbeitsagentur und rät, Bewerbungsflyer zu verfassen.

Arbeitsrechtliche Voraussetzungen
  • Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten, deshalb dürfen Kinder unter 13 Jahren in ihren Ferien nicht jobben.
  • 13- und 14-Jährige können bis zu zwei Stunden pro Tag kleinere Jobs übernehmen. Die Arbeit darf die Gesundheit nicht gefährden und Eltern müssen zuvor ihre Zustimmung geben.
  • 15- bis 17-Jährige dürfen in den Ferien bis zu acht Stunden pro Werktag jobben, höchstens jedoch 40 Stunden in der Woche und maximal 20 Arbeitstage im Jahr. Wochenend- oder Nachtarbeit, gefährliche Arbeiten und regelmäßige Arbeiten bei Hitze, Nässe, Kälte oder Lärm sind tabu.
  • Volljährige dürfen in ihren Ferien bis zu 50 Tage im Jahr oder sogar zwei Monate am Stück jobben. Alles was zeitlich darüber hinausgeht, ist kein Ferienjob mehr.
  • Ein Ferienjob der Kinder hat keine Auswirkungen auf den Kindergeldanspruch der Eltern. Voraussetzung ist, dass das Kind keine weitere Nebentätigkeit ausübt.