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Essgeräusche übertönten die Klänge des Konzerts

Vreden «Ohrenvergnügendes und Gemütergötzendes Tafelconfekt» - im Rahmen der Sonderausstellung «Eyn guot Speys - Essen und Trinken zur Hansezeit» luden Hamalandmuseum und VHS zu einem unterhaltsamen Vortrag über Essen und Trinken in der Musik mit dem Vredener Musikwissenschaftler Bernd Sikora ein. An einem - passend zur Hansezeit - mit Tafelkonfekt gedeckten Tisch inmitten der Ausstellung vermittelte Sikora unter Einbeziehung von Bild- und Musikbeispielen unbekannte Einblicke in die Tradition der Tafelmusiken.

Kulinarische Genüsse und Ohrenschmaus gingen immer schon gut miteinander: Festliches Speisen wurde daher, so Sikora, bereits seit der Antike durch Musik begleitet. Mit dem Frühbarock habe sich im europäischen Raum dann aber eine eigenständige Kultur von Tafelmusiken herausgebildet. So stellte Sikora Tafelmusik der drei Stände - höfische, bürgerliche, bäuerliche - dar. In allen Schichten war Musik immer nur Beiwerk zur Tafel. Während die Musiker auf Emporen oder Balkonen über der Tafel spielten, speisten die Gäste im Saal und manches Mal übertönten die Essensgeräusche noch das Konzert.

Als Beispiel für Essen und Trinken in Opern wurde das Finale von Mozarts «Don Giovanni» vorgestellt mit Zitaten und konkreten Weinempfehlungen. Um ein besonderes Getränk drehte sich die so genannte Kaffeekantate von Bach, ein amüsantes Stück, so Sikora schwärmerisch, das barocke Kaffee- und Arienkultur liebevoll parodiere.

Zum Abschluss der Reihe «Vorträge mit Geschmack» wird Museumsleiterin Dr. Annette Menke Geschichtliches und Anekdoten über die Größen der Kochkunst am Sonntag, 24. Juni, 11 Uhr im Hamalandmuseum vorstellen. Im Mittelpunkt steht dann das Thema «Trimalchios Fest - große Köche ihrer Zeit».

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