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«Das Experiment» auf die Bühne gebracht

Vreden «Was passiert, wenn man rechtschaffene Menschen an einen Ort des Bösen bringt? Siegt die Humanität oder triumphiert das Böse?» Auf diese Fragen wollte der Literaturkurs der Stufe 12 des Gymnasiums Georgianum unter Leitung von Sina Schulz Antworten geben. In der vergangenen Woche zeigten die 26 Schüler ihre Interpretation des Films «Das Experiment» von Oliver Hirschbiegel.

In dem Stück geht es um den Taxifahrer Tarek Fahd - gespielt von Philipp Buss - , der mit anderen Freiwilligen an einem Experiment teilnehmen soll. Zur Erforschung menschlicher Reaktionsmuster in Extremsituationen bringt der Testleiter Professor Thon (Dominik Lammerding) die Gruppe als Gefangene und Wärter in ein simuliertes Gefängnis. Schnell beginnen die Wärter ihre Machtposition auszunutzen und erniedrigen die Gefangenen. Die Lage unter Wärtern und Gefangenen spitzt sich immer weiter zu, bis es zur Eskalation kommt. Plötzlich sind auch die Testleiter nicht mehr sicher vor den Wärtern.

Das Theaterstück zeigte auf beeindruckende Weise wie sich das Aggressionspotenzial ganz normaler Menschen in Extremsituationen erhöhen kann. Dies wurde besonders durch die beeindruckende Schauspielleistung der beiden Hauptdarsteller Philipp Buss und Jonas Nitsch deutlich, der den Wächter Berus spielte. Aber auch Tobias Kocks, der den Wächter Eckert darstellte, bewies echten Körpereinsatz, als er sich in einer fiktiven Rangelei mit einem Gefangenen eine überhaupt nicht fiktive blutende Nase zuzog. Die Umgestaltung des Films in ein Theaterstück war ebenfalls gut gelungen: «Wir haben uns einzelne Szenen aus dem Film ein halbes Jahr lang immer wieder angeschaut und die Dialoge, die wir für das Stück brauchen konnten, heraus geschrieben», so Philipp Buss.

Im Anschluss an das Theaterstück spielte die Schülerband des Gymnasiums «Quintessence» ausgewählte Stücke aus ihrem Repertoire und die Tanz-AG unter Leitung von Marianne Sauer zeigte fünf Tänze. rw

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