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Angeklagter ließ Richter warten

Polizisten beleidigt und falsches Kennzeichen

In Abwesenheit wurde ein Mann aus dem Raum Frankfurt am Montag vom Amtsgericht Borken zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt. Bereits zum zweiten Mal war der Angeklagte aus Heppenheim nicht zum Gerichtstermin erschienen.

Südlohn/Borken

von Bernd Schlusemann

, 04.06.2018
Angeklagter ließ Richter warten

© Foto: dpa

In Abwesenheit wurde ein Mann aus dem Raum Frankfurt am Montag vom Amtsgericht Borken zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt. Bereits zum zweiten Mal war der Angeklagte aus Heppenheim nicht zum Gerichtstermin erschienen.

Der Angeklagte wollte bei einem Südlohner Unternehmen zwei Autos kaufen. Er einigte sich aber mit dem Unternehmer nicht und machte sich auf den Rückweg. Noch in Südlohn wurde er von der Polizei angehalten. Die stellte fest, dass die Kennzeichen an dem Wagen des Heppenheimers gefälscht waren. Im Auto entdeckten die Polizeibeamten zudem eine Menge Gläser. Außerdem hatte der Angeklagte rund 3000 Euro Bargeld dabei.

Geld und Gläser sichergestellt

Die Beamten vermuteten die Beute eines Einbruchs. Im Gespräch mit der Polizei beleidigte der Angeklagte die Polizeibeamten dann auf das Heftigste, so der Richter. Bargeld und Gläser wurden sichergestellt.

Am Montag berichtete der Richter, dass sich mittlerweile herausgestellt habe, dass die Gläser von dem Angeklagten in einem Südlohner Second-Hand-Markt gekauft worden waren. Der Unternehmer hatte außerdem die Geschichte mit dem gescheiterten Autokauf bestätigt. Staatsanwalt und Gericht einigten sich daher darauf, dass der Angeklagte Geld und Gläser zurückerhält.

Gleichzeitig wurde das Verfahren gegen den Heppenheimer zweigeteilt. Wegen der Beleidigung wurde der Mann in Abwesenheit zu einer Geldstrafe von 60 mal 20 Euro verurteilt. Das Verfahren für das Fahren mit gefälschten Kennzeichen bleibt bestehen.