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Menke Mühle in Südlohn öffnet zum Mühlentag

Mahlen und sägen wie vor 100 Jahren

Südlohn Die Maschinen sind geschmiert und der TÜV war auch da. Bei der Menke Mühle in Südlohn freut man sich auf viele Besucher am Mühlentag – es ist ein Jubiläum.

Mahlen und sägen wie vor 100 Jahren

Die Menke Mühle öffnet am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag wieder ihre Pforten. Foto: Robert Wojtasik

Pünktlich zum Deutschen Mühlentag hat sich die Menke Mühle wieder rausgeputzt. Am Pfingstmontag haben Besucher von 10 bis 18 Uhr dann wieder Gelegenheit, einen Blick auf die historischen Maschinen im Innern zu werfen – zum 25. Mal in Folge seit 1994.

Alte Technik sei zwar robust, sagt Eigentümerin Maria Menke, dennoch müsse sie manchmal überholt werden – auch wenn sie nicht mehr in einen Arbeitsalltag eingebunden sei. Und durch den TÜV müssen die Maschinen auch. Am Mittwoch war deshalb ein Mitarbeiter vom TÜV Nord vor Ort und hat die Druckluftkessel gewartet. „Das machen wir turnusmäßig alle fünf Jahre“, sagt er.

Mahlen und sägen wie vor 100 Jahren

Alles hergerichtet für den Mühlentag (v.l.): Maria Menke, Fritz Tropper und Dieter Gehling vom Mühlenverein und ein Mitarbeiter vom TÜV Nord Foto: Robert Wojtasik

Bei allen technischen Fragen ist Dieter Gehling erster Ansprechpartner. Er kam vor 38 Jahren als technikbegeisterter 15-Jähriger in die Mühle. Den Umgang mit der alten Mühlentechnik brachte ihm der letzte aktive Müller Bernhard Menke bei, der 1989 verstarb. Der „Schmiermax“, wie Gehling sich selbst gern bezeichnet, macht kurz vor Pfingsten zusammen mit seinem Kollegen Fritz Tropper vom Förderverein genau das: Er schmiert die Maschinen, damit sie am Mühlentag auch einwandfrei laufen.

Beim 2012 gegründeten Förderverein ist man stolz, eine Mühle präsentieren zu können, die lebt. In der 1812 erbauten Mühle befinden sich unter anderem ein Sägegatter von 1917, eine vor drei Jahren komplett restaurierte Dampfmühle mit Mahlgang und Mischmaschine sowie eine seit 1934 eingebaute Feinmüllereianlage.

Sägemühle mit Drescher von 1914

In der Sägemühle steht außerdem ein Drescher von 1914. Die Technik sei im Grunde ähnlich wie heute, sagt Maria Menke. „Der Unterschied ist, dass heute gemäht und gedroschen wird. Der alte Drescher hat nur gedroschen.“

Der Eintritt ist am Mühlentag frei. Neben der Windmühle können auch die anderen Gebäudeteile besichtigt werden. Besucher können beim Mahlen und Sägen zusehen und erhalten so Einblicke in den historischen Arbeitsalltag der Mühle.

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