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Kinder früh stark machen

OEDING «Gehe niemals mit einem Fremden mit!» - darum ging es in der Informations- und Diskussionsrunde mit Karl-Heinz Pfaffe im St. Jakobus-Kindergarten.

Allein die Tatsache, dass sich an diesem Montagabend weit mehr als 50 Besucher auf den kleinen Stühlen im Foyer der Einrichtung drängten, dokumentierte die Sensibilität für ein besonders heikles Thema. Der Diplom-Psychologe und Leiter der Stadtlohner Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern im Caritas-Familienservice sprach über den sexuellen Missbrauch von Kindern, über dessen Vorbeugung und Auswirkungen.

«Angst lähmt, Aufklärung hilft!» Damit fasste der Psychologe sein Impuls-Referat gleich zu Beginn zusammen. «Kinder sind in unterschiedlicher Weise gefährdet. Am besten gegen sexuellen Missbrauch geschützt sind die Kinder, die Selbstsicherheit und Sicherheit mit ihren Empfindungen und Gefühlen haben, Kinder, denen ihre Gefühle nicht ausgeredet werden. Angst führt zu Unsicherheit und Schwäche. Das macht es leichter für den potenziellen Missbraucher.»

Wichtig zur Vorbeugung sei auch, so der Fachmann, dass Kindern von Anfang an mit einer unverkrampften Einstellung zu ihrem Körper aufwachsen - und mit dem festen Vertrauen gegenüber ihren Bezugspersonen. Schon in den ersten Lebenswochen und -monaten sei es wichtig, das Kind stark zu machen: «Wenn es die Erfahrung macht, nicht immer nur 'lieb' sein zu müssen, kann es gegenüber dem möglichen Täter auch leichter 'nein' sagen.»

Pfaffe weiß aus seiner Berufserfahrung: «Kinder, die im Alltag wenig Zärtlichkeit erleben, sind leichter verführbar.» Die Opfer seien meist zwischen sechs und 13 Jahren alt - die Täter in aller Regel Männer. Hundertprozentigen Schutz gegen sexuellen Missbrauch könne es nicht geben, aber eine sach- und altersgerechte Aufklärung eine Schutzfunktion haben: «Es ist sinnlos, ein Kind vor etwas zu warnen, von dem es keine Ahnung hat.»

In der Diskussions- und Fragerunde zeigte sich schnell, dass an diesem Abend keine trockene Theorie gewälzt wurde: Eine der Teilnehmerinnen sprach über ihre Kindheitserfahrungen. Sie hatte zwar einen pädophilen Mann abwehren können, war aber nur durch die positive Reaktion ihrer Eltern vor längeren psychischen Problemen verschont geblie- ben. geo www.onlineberatung-caritas.de

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