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Neue Perspektiven

Wohnen und Einkaufen auf dem Hecking-Areal?

STADTLOHN Im Auftrag der Firma Hecking hat ein Projektentwickler neue Ideen für das Industrie-Areal entwickelt. In der kommenden Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 28. November (17 Uhr im Rathaus, Markt 3) wird Hecking-Geschäftsführer Volker Schreck die Überlegungen erstmals öffentlich vorstellen. Hier sind Fragen und Antworten zum Thema.

Wohnen und Einkaufen auf dem Hecking-Areal?

Die historische Fassade bleibt erhalten. Foto: Markus Gehring Foto: Markus Gehring

Um welche Fläche geht es? Das Areal der Spinnerei und Weberei Hecking Söhne zwischen Sprakel- und Tillystraße soll neu geordnet werden. Rund 25.000 Quadratmeter der derzeit freiliegenden Betriebsflächen könnten für neue Nutzungen bereitstehen. Hecking-Geschäftsführer Volker Schreck: „Das Gelände bietet ein enormes Entwicklungspotenzial. Deshalb möchten wir die Verwaltung, die Ausschussmitglieder und den Rat schon frühzeitig in unsere Planungen einbinden.“

Was ist geplant? Entlang der Tillystraße könnten nach den Vorstellungen der Projektplaner auf rund 9000 Quadratmetern neue Wohnbaugrundstücke und ein Grundstück für einen Kindergarten entstehen. Weiter zur Sprakelstraße und zum Breul hin sehen die Planer Raum für einen Lebensmittelmarkt und einen Fachmarkt für Unterhaltungselektronik vor. „Wir haben bereits mit einigen Fachmarktketten über eine Ansiedlung auf dem Gelände gesprochen. Die Rückmeldungen waren positiv“, sagt Geschäftsführer Volker Schreck.

Um welche Geschäfte handelt es sich? „Wir sind in Gesprächen mit K+K und Aldi“, sagt Volker Schreck. K+K könnte vom Kalter Weg an die Sprakelstraße umziehen. Weniger wahrscheinlich scheint dagegen ein Verzicht auf den geplanten Aldi-Neubau am Breul zugunsten des Standorts Sprakelstraße. Am Breul sind die Planungen schon weit vorangeschritten. Dass zwei Lebensmittelmärkte auf dem Hecking-Gelände angesiedelt werden, hält Bürgermeister Könning für weniger wünschenswert, weil das über den Bedarf der Nahversorgung übersteige.

Was wird aus der Firma Hecking Söhne? Das Unternehmen mit 100 Beschäftigten am Standort Stadtlohn befindet sich seit August im Eigenverwaltungsverfahren (Münsterland Zeitung berichtete) und wird umstrukturiert. Die Planungen sehen den Neubau eines Lagers auf dem Areal vor. Schreck: „Unser Ziel ist der Erhalt des Unternehmens mit möglichst vielen Arbeitsplätzen.“ Die geplante Vermarktung des Areals diene auch dem Erhalt des Unternehmens und der Sicherung von Arbeitsplätzen.

Wie steht die Stadt zu den Überlegungen? Im Grundsatz positiv. Erste Abstimmungsgespräche haben bereits im Rathaus stattgefunden. Bürgermeister Helmut Könning sagte am Freitag: „Das sind grundsätzlich begrüßenswerte Planungen. Jetzt muss die Politik beraten.“ Planungsrechtlich ist das Areal zurzeit noch ein Industriegebiet. Könning: „Wir müssen schauen, ob wir im Ausgleich anderswo Indus-trieflächen schaffen können.“ Wichtig sei, dass Politik, Verwaltung und Projektplaner die Überlegungen in einem gemeinsamen Konzept vereinen, „um die vielfältigen Chancen bestmöglich zu nutzen“, sind sich Helmut Könning und Gesellschafter Heinrich-H. Hecking einig.

Und was ist mit den historischen Bauwerken? Die historische Hecking-Backsteinfassade steht nicht unter Denkmalschutz, soll aber erhalten bleiben, sagt Volker Schreck. Die historische Eisenbahnbrücke über die Berkel könnte im Zuge der Umstrukturierung als neue Fahrradverbindung nach Almsick freigegeben werden.

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