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Herta-Lebenstein-Schüler waren in Polen

30 Jahre Freundschaft mit Kinderheim

Schon seit 30 Jahren verbindet eine starke Partnerschaft die Herta-Lebenstein-Realschule mit einem Kinderheim in Schlesien. Im Juli kommen nun polnische Gäste nach Stadtlohn.

STADTLOHN

05.06.2018
Herta-Lebenstein-Schüler waren in Polen

Gemeinsam wurden die Torten zum runden Geburtstag der Partnerschaft angeschnitten.

Es müssen schlimme Eindrücke gewesen sein, die Lehrer der Herta-Lebenstein-Realschule damals hatten, als sie 1988 zum ersten mal das Kinderheim in Wojcieszów, Schlesien, besucht haben: ein völlig heruntergekommenes Haus, eine fehlende Eingangstür, Vögel, die im Hausflur ihre Nester gebaut hatten und eine völlig katastrophale Versorgung der Kinder.

30 Jahre währt die Partnerschaft der Schule in Stadtlohn und des Kinderheims in Polen nun schon. Die schlimmen Zustände sind längst Geschichte, doch die Freundschaft ist stärker denn je. Ein Besuch von über 60 Stadtlohner Schülern und Lehrern in Polen hat das jetzt wieder bewiesen. So berichten es Schüler und Lehrer von der Herta-Lebenstein-Realschule: „Unsere Freundschaft soll wachsen und die Stabilität und Stärke unserer Zusammenarbeit symbolisieren“, sagte Heimleiter Marian Zwolenik zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft der Herta-Lebenstein-Realschule mit dem polnischen Kinderheim Dom Dziecka „Sobieradzik“ in Wojcieszów. Auch der Stadtlohner Schulleiter Stefan Wichmann und viele aktive und ehemalige Lehrer waren mitgereist anwesend. Zwolenik begrüßte zu diesem Ereignis auch die stellvertretende Landrätin des Kreises Zlotoryja sowie den Bürgermeister von Wojcieszów.

Zufällige Partnerschaft

Die Partnerschaft war damals eher zufällig entstanden: Eine neue Schülerin an der Herta-Lebenstein-Realschule stammte aus dem kleinen polnischen Ort und berichtete von den katastrophalen Verhältnissen in diesem Kinderheim. Spontan sammelten damals Schüler, das Kollegium, die Eltern und viele Stadtlohner Lebensmittel, Kleidung und Geschenke. Eine erste Gruppe Lehrer machte sich auf den Weg, um diese Hilfsgüter nach Wojcieszów zu bringen. Direkt stand fest: Diese Hilfsaktion kann nicht einmalig bleiben. Und so wurde der Verein „Die Brücke – Kinder helfen Kindern“ an der Realschule gegründet, der das Heim seitdem durch Spenden unterstützt. Auch durch dessen Hilfe konnte das Haus in den vergangenen Jahren renoviert werden und bietet den Kindern, die oft aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen, heute Geborgenheit und ein menschenwürdiges Zuhause.

Gegenbesuch im Juli

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten werden in den Stadtlohner Schulklassen Päckchen gepackt und nach Wojcieszów gebracht, damit auch die Kinder im Heim eine Weihnachtsüberraschung bekommen. Und seit 30 Jahren fährt jährlich eine Schülergruppe für einige Tage zu einem Zeltlager nach Polen, um die Kontakte und Freundschaften zu pflegen und Land und Leute kennenzulernen.

Im Juli werden die Feiern fortgesetzt: Dann erwartet Stadtlohn den Gegenbesuch der polnischen Kinder und ihrer Erzieher.