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Stadt Stadtlohn will Spielsucht mit einer neuen Steuer eindämmen

Wettbürosteuer

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Einführung einer Wettbürosteuer beschlossen. Die Steuer soll ein Zeichen für Gesundheitsförderung und gegen Spielsucht setzten.

Stadtlohn

21.06.2018
Stadt Stadtlohn will Spielsucht mit einer neuen Steuer eindämmen

Erst vor wenigen Wochen ist das erste Wettbüro in Stadtlohn eröffnet worden. © Stefan Grothues

Das ging schnell: Erst Anfang Mai hat an der Stegerstraße in Stadtlohn das erste Wettbüro eröffnet. Jetzt ist die passende Steuer da. Am Mittwoch hat der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig bei Enthaltung der FDP-Ausschussmitglieder die Einführung einer Wettbürosteuer beschlossen.

Vorreiter im Kreis

Mit Borken ist Stadtlohn damit die erste Kommune im Kreis, die diese Steuer einführt. Wettbüros müssen künftig drei Prozent des Wetteinsatzes als Steuer an die Stadt abführen. Hendrik Hardeweg (CDU) lobte, dass die Stadtverwaltung so rasch gehandelt und die Einführung vorbereitet habe. Bei dem Beschluss, so betonten Sprecher von CDU, SPD, UWG und Grünen, gehe es nicht um die Schaffung neuer Einnahmequellen für die Stadt, sondern vielmehr um Gesundheitsförderung und die Eindämmung der Spielsucht. Die Steuer soll die Stadt für Wettbürobetreiber unattraktiv machen. Marlies Dertmann (FDP) begründete die Enthaltung ihrer Fraktion damit, dass die meisten Wetten ohnehin im Internet abgeschlossen würden und dass die Stadt auch nichts gegen das staatliche Lotto- und Totospiel unternehmen könne.