Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schwester und Vorbild im Glauben

Stadtlohn Maria, Mutter der Glaubenden - was sie den Menschen heute (noch und wieder) sagen kann, das war Inhalt des Glaubensgesprächs mit Pfarrer Stefan Jürgens, zu dem am Mittwoch viele Interessierte ins Pfarrzentrum St. Joseph gekommen waren.

Die Person Marias, einem Urbild des Glaubens, beleuchtete Jürgens in verschiedenen Themenbereichen. Das älteste Zeugnis der Bibel stammt aus dem Paulus-Brief an die Galater: "Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau." Die Mutter sei also ein Zeichen, dass der Sohn wirklich Mensch war. Zuhörerfragen gab es zu den marianischen Dogmen: Gottesmutter, Jungfräulichkeit, unbefleckte Empfängnis, Aufnahme Mariens in den Himmel. Diese Dogmen hätten immer das Christusgeheimnis im Sinn; sie seien nicht bloß Lehrsätze, sondern sie priesen Gottes Wirken in Christus, bei dem Maria eine einzigartige Stellung habe, so Pfarrer Jürgens. Gott könne die Naturgesetze, die er gemacht habe, auch außer Kraft setzen um einen Neuanfang zu machen. Marias Jungfräulichkeit sei also das Zeichen - Sakrament - für die Gottessohnschaft Jesu.

Marienverehrung gab es schon in der Urkirche und im 3. und 4. Jahrhundert die unmittelbare Anrufung Mariens im Gottesdienst. Ihr Leben galt als Vorbild. Ab dem Mittelalter uferte die Marienfrömmigkeit aus und wurde zur katholischen Spiritualität schlechthin. Marienfrömmigkeit sei dann gut, wenn sie biblisch sei und auf Christus verweise, so der Pfarrer. Und im II. Vatikanum werde Maria einbezogen in die Kirche, nicht mehr so sehr vergöttlicht, sondern stehe auf Seiten der Menschen als Schwester und Vorbild im Glauben. Zu den häufigsten Marienbildern zähle das Bild der Mutter mit dem Kind. Das zeige, dass Gott das Leben teile. Das Bild der Pieta, Maria mit ihrem toten Sohn im Schoß, bringe zum Ausdruck: Am Ende trägt die Liebe noch den Tod und hält ihn aus. Die Schutzmantelmadonna charakterisiere Maria als einen "Asylplatz" für alle in Lebens- und Todesangst. In der Gestalt der Maria habe der Glaube an den barmherzigen Gott überlebt. Marias Schutzmantel zeige die Güte des Himmels und lade auch uns zur Güte ein. sd

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Mehr Platz für Firmen in Stadtlohn

Lückenschluss im Gewerbegebiet

Stadtlohn Der Bedarf an Gewerbeflächen ist ungebrochen hoch. Südlich der von-Ardenne-Straße soll eine geschlossene Baufläche entstehen. Es wird konkreter.mehr...

Stadtlohn Die Stadtlohner Landwirte wollen Schul- und Kita-Kinder über die Landwirtschaft aufklären – und räumen mit manch romantischer Vorstellung auf.mehr...

STADTLOHN Entlang der Mühlenstraße sollen die baurechtlichen Voraussetzungen für den Mietwohnungsbau verbessert werden. Das hat die Bauverwaltung jetzt den Politikern im Bauausschuss vorgeschlagen. Doch die zögern noch.mehr...