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Land und Leute in Polen hautnah kennen gelernt

Stadtlohn Zunehmend vertiefen sich die partnerschaftlichen Bande zwischen dem Geschwister-Scholl-Gymnasium und ihren beiden Partnerschulen im Landkreis Wroclaw, dem Partnerkreis des Kreises Borken. Zum dritten Mal lernten jetzt 19 Schülerinnen und Schüler aus Stadtlohn und Gescher in Gastfamilien in Kobierzyce (Koberwitz) und Sobótka (Zobten) Land und Leute in Polen hautnah kennen.

«Olymp» erklettert

Dafür hatten die polnischen Gastgeber wieder ein umfangreiches Programm vorbereitet. Los ging's zunächst mit der Erkundung von Wroclaw/Breslau. Sportlich wurde bei der traditionellen «Besteigung» des 718 Meter hohen Zobten-Berges (Sleza), dem Wahrzeichen der Stadt Sobótka, der aufgrund seiner eigentümlichen Form auch als «Schlesischer Olymp» bekannt ist. Nach dieser für Flachlandtiroler durchaus erschöpfenden Übung folgten vier Tage im Bus. Die Rundfahrt führte zunächst durch Niederschlesien, wo die Gruppe berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Schweidnitzer Friedenskirche oder das Schloss Fürstenstein (heute Ksiaz) besichtigen durfte.

Ergreifende Führung

Nach einer Übernachtung in Oppeln ging es bei ziemlich trostlosem Wetter weiter nach Auschwitz, wo ein Zeitzeuge eine sehr ergreifende und bewegende Führung auf Deutsch hielt. Auch die Besichtigung von Krakau am folgenden Tage stand ganz im Zeichen der jüdischen Geschichte: Hauptthema der Stadtführung war diesmal der jüdische Stadtteil Kazimierz, der als Drehort von «Schindlers Liste» weltbekannt wurde. Ansonsten hatte sich Krakau anlässlich seiner 750-Jahr-Feier extra für die jungen Gäste aus Stadtlohn und Gescher besonders fein herausgeputzt.

Mit dem Eindruck von der Schwarzen Madonna in Tschenstochau kehrten alle wohlbehalten wieder nach Sobótka und Kobierzyce und tags darauf auch in 13-stündiger Fahrt wieder nach Hause zurück. Für viele Reiseteilenehmer aber stand da schon fest: «Do widzenia w Polsce» - auf Wiedersehen in Polen!

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