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Ein Pieks hilft Leben retten

Stadtlohn Das Tor ist mit Ballons geschmückt, am Eingang sind Bücher zu kaufen - viele von Karl May. Etwas weiter finden sich ein Modellballon mit Originalkorb, eine Hüpfburg und Würstchenbude. Im Eingangsbereich gibt es belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen. An den ernsten Anlass erinnert am Sonntag wenig - bei der Typisierungsaktion in der St. Anna-Realschule.

«Treppe hoch und dann sofort rechts», wie die freundlichen Frauen vom Weseker Verein «Horizont» jedem mitteilten, der nicht genau wusste, wo er oder sie für die gute Tat hin musste, um einer von inzwischen über 1,5 Millionen Typisierten in der Datenbank der DKMS zu werden. So wie Simone Dahlhues. Zuerst also rechts um die Ecke und sich von einem der Malteser und der Helfer mit Horizont-Vereins-Shirt einweisen lassen. Der Ablauf: Aufnahme, Kontrolle, Spende, Abgabe. Kinderleicht. Röhrchen für die Spende Im ersten Raum dann: Datenblätter für Adresse, falls man als Spender gebraucht wird. Aus der Typisierungsaktion in Weseke hat sich - wie die Horizont-Vorsitzende Silke Weinbrenner froh verkündet - schon der fünfte Spender ergeben. «Vater und Mutter Deutsche?», fragen die Helfer, die die Daten aufnehmen. Simone Dahlhues gibt fraglos Auskunft, überfliegt das Kleingedruckte und kriegt nach der Unterschrift ein Röhrchen für die Spende. «Wir haben festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Kompatibilität einer Knochenmarkspende innerhalb der eigenen Ethnie größer ist», erklärt die aus Köln angereiste DKMS Mitarbeiterin Nicole Heßmert den Sinn der Nationenfrage. Dann die Zwischenkontrolle. Stimmen die Daten auf dem Röhrchen mit dem Datenblatt überein? Fehlt was? «Alles drauf», erklären die Zwischenkontrolleure, auf dem Flur zwischen Aufnahme- und Spendenraum. Also dann: Raum zwei. Nur fünf Milliliter «Sie haben freie Auswahl», lacht ein Arzt. Simone Dahlhues - ihr Töchterchen Meike im Schlepptau - sucht sich irgendeinen Platz aus. Abbinden, Desinfizieren, pieksen lassen - was ihr ein bisschen unangenehm ist - und «nicht hingucken». Fünf Milliliter Blut sind schnell geflossen. Pflaster. Fertig. «Geht ja schnell», meint sie. Dann noch das Röhrchen abgegeben. Nach fünf Minuten heißt es: Das wars. «Ich hatte schon damit gerechnet, dass es so schnell geht», erklärt Simone Dahlhues und ergänzt: «Das sollte hier öfter angeboten werden.» Am Ende des Tages konnten die fast 100 Helfer in Stadtlohn 655 Spender verzeichnen. fin www.kinderkrebshilfe-weseke.de

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