Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Eichenes Triumvirat

Stadtlohn Das Marketingcenter der Firma hülsta mausert sich zum Kunsthaus. Davon künden jetzt auch im Außenbereich drei Skulpturengruppen des Dortmunder Künstlers Dr. Bernd Moenikes. Als Auftakt der "Tage des Wohnens" wurden sie am Samstagmorgen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dr. Bernd Göbel, hülsta-Geschäftsführer, erinnerte an die Anfänge vor einem Jahr, als mit Moenikes erste konkrete Gespräche zur Realisierung geführt worden seien. Anders als bei seiner Ausstellung 2004 im Marktingcenter, kuratiert durch den Galeristen Georg van Almsick aus Gronau-Epe, sind Moenikes' Skulpturen Auftragsarbeiten für den speziellen Standort. Schon vom Parkplatz und von der Straße zeigen sie dem Besucher "den rechten Weg". Im magischen Dreieck vor dem Eingang arbeitete Moenikes mit der Kettensäge aus Eichenbaumstämmen einen monumentalen Stuhl, auf dem ein Rabe mit bronzenem Kopf und vergoldeter Kugel im Schnabel thront.

Drei "Fliehende"

Drei Fliehende platzierte er rechts des Weges zum Eingang, während vor dem Eingang drei monumentale Köpfe den Besucher zum Betreten des Gebäudes einladen. Zusammen mit van Almsick haben das Unternehmen und der Künstler auch diese Idee des kunstvollen Triumvirats entwickelt. Das größte Problem für den Künstler war jedoch der "hölzerne Rohstoff": Trotz des Sturmes "Kyrill" hatte Moenikes erhebliche Schwierigkeiten, massive Eichenstämme aufzutreiben. Rund 50 Förster habe er angerufen von Bad Bentheim bis Koblenz, erzählte er bei der Vernissage. Ein halbes Jahr habe er gesucht. Der Grund liege darin, dass chinesische Betriebe Baumstämme nach dem Sturm direkt aus den Wäldern hatten abholen lassen, diese in China zu Parkett verarbeiteten und in Deutschland wiederverkauften. Weitere Gründe sah er in der Pelletindustrie wie auch in der steigenden Zahl an Kaminbesitzern. Im Dezember 2006 konnte er bei einer Aktion in Meschede endlich zwei Stämme erwerben. Seine Not trieb den Preis pro Festmeter von 250 auf 450 Euro in die Höhe. "Eiche ist eben in", bemerkte Göbel dazu, nicht nur in der Firmenpolitik des Hauses, sondern auch auf dem allgemeinen Markt.

"Gewichtige" Kunst

Göbel hatte den Künstler im Sommer auf einem Gelände neben dem Romberg-Park in Dortmund besucht und bei der Arbeit über die Schulter geschaut. Jeder der drei Köpfe wiege seine anderthalb Tonnen, betonte er. In der Zukunft werden sie auch ihre Farbe verändern, betonten beide als Experten in Sachen Holz. emk

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

STADTLOHN Entlang der Mühlenstraße sollen die baurechtlichen Voraussetzungen für den Mietwohnungsbau verbessert werden. Das hat die Bauverwaltung jetzt den Politikern im Bauausschuss vorgeschlagen. Doch die zögern noch.mehr...

Abrissarbeiten an der Burgstraße

Vom alten Berkelmarkt bleibt nur noch Schutt

Stadtlohn Der alte Berkelmarkt an der Burgstraße wurde am Wochenende abgebrochen. Dafür war eine Baufirma mit schwerem Gerät im Einsatz. Viele Stadtlohner schauten sich das Geschehen interessiert an, auch viele Sonntagsspaziergänger hatten die für Fahrzeuge gesperrte Burgstraße zum Ziel.mehr...