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«Die zehn Gebote sind aktuell»

Stadtlohn «Wenn Menschen sich begegnen und neu beginnen, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde.» Dieser beziehungsreiche Liedtext, von Pfarrer Stefan Jürgens gesungen, traf den Kern der Zusammenkunft von 138 Frauen aus der Pfarrgemeinde St. Otger, der evangelischen Paulus-Gemeinde und der freikirchlichen Gemeinde Ekklesia, die jüngst zum ersten ökumenischen Frauenfrühstück ins Gasthaus Ritter gekommen waren.

Menschenrechte

Im angenehmen Ambiente nach einem guten Frühstück sprach Pfarrer Jürgens über die zehn Gebote Gottes und ihre Bedeutung in der Jetzt-Zeit: «Sie haben ihre Geschichte, ihre Aktualität, sind Menschenrechte und sie helfen uns, in Freiheit vor Gott verantwortlich zu handeln.»

Das erste Gebot mahne, nicht auf Macht und Geld zu vertrauen; wer sich an Gott binde, werde unabhängig von allem anderen. Das zweite Gebot warne davor, den Namen Gottes zu missbrauchen. Dass der Sabbat heilig zu halten ist, sei auch heute nachvollziehbar. Die Menschen brauchten die Unterbrechung der Arbeit, sie brauchten Fest und Feier. «Man erkennt die Humanität einer Gesellschaft daran, wie sie mit denen umgeht, die noch nicht arbeiten und die nicht mehr arbeiten können», sagte Pfarrer Jürgens zum vierten Gebot. Am fünften Gebot, welches besagt, dass das Leben der höchste Wert und die Würde des Menschen unantastbar sind, sei auch heute nicht zu rütteln, betonte der Pfarrer

Beim zehnten Gebot gehe es um die Erlangung innerer Freiheit und darum, in Frieden mit sich selbst zu leben und sich nicht allein durch seinen Besitz zu definieren, oder wie Pfarrer Jürgens formulierte «ich muss nicht alles haben, um jemand zu sein.»

Sinn und Zweck dieses Frauenfrühstücks war es, diese Richtlinien noch einmal zu überdenken und zu besprechen. Neue geistliche Lieder, in denen es auch um Freundschaft und Selbstfindung geht, lockerten den Vormittag auf. Es wird in Erwägung gezogen, ein solches «Ökumenisches Frauenfrühstück» aufgrund der guten Resonanz zwei Mal im Jahr anzubieten. sd

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