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Der Westfale und die Worte

Stadtlohn «Der Westfale und die Worte.» - «Ist wie Mann und Frau.» - «Datt geht nich.» - «Muss aber!» Sagen die Bullemänner. Und zeigen es auch. In verschiedene Rollen schlüpften Augustin Upmann und Heinz Weißenberg im Rahmen ihres Programms «Wörter dreschen», das sie im Tacheles aufführten.

Etwa der Frisör Clemens Schwattkopp, der im Dorf «seit der Währungsreform - also der ersten - frisiert» und eindringlich vor dem wilden Haarwuchs warnt: «Guck sie dir doch an: Karl Marx, Che Guevara, Wolfgang Thierse!»

Zehn Karnickel

Aber nicht nur Rollenspiele hatten die zwei zu bieten, sondern auch autobiographisches - etwas ausgeschmückt. «Als Knecht Ruprecht hab ich damals aus dem Kartoffelsack auf dem Rücken oben ein Puppenbein rausgucken lassen und unten zehn Karnickel reingetan - damit die Kinder im Dorf dachten, ich hätte schon ordentlich welche gefangen», erzählt Heinz mit irrem Blick, und Upmann ergänzt: «Ein unvergessliches Erlebnis für die Kleinen, viel besser als Halloween!» Von «Hölzken auf Stöcks ken» kommen die zwei, als sie sich immer wieder die Bälle zu- und ihre kurzen Szenen durchspielen. Aber sie kommen auch immer wieder auf das Thema «Worte und der Westfale» zurück. Wortkarg sei er, der typische Westfale. Und ruhig. «Wenn man nach der Vorstellung mit Westfalen ins Gespräch kommt, ist das größte Lob, wenn der Westfale sagt: 'Ich musste lachen'», witzeln die beiden. Die mehr als 100 Westfalen, die sich im Tacheles eingefunden hatten, müssen lachen. Herzlich sogar. So auch bei der Thekenszene mit zwei Westfalen, die nebeneinander sitzen und reden. Lethargisch, langsam, ruhig, kurz vorm Einschlafen. Ist das witzig? «Zum Schreien komisch ist das, weils stimmt», meint nachher einer der Zuschauer.

Nerv getroffen

Mit ihrem Programm trafen die beiden Kabarettisten genau den Geschmack des westfälischen Publikums, egal ob jung oder alt. «Dass das Publikum so gemischt ist, ist super», freut sich Stefan Horst, einer der Inhaber des Tacheles. «Das ist genau das, was wir hier wollen.»

Nicht so gut gefallen habe ihm, dass wenige Stadtlohner Interesse an der Veranstaltung gehabt hätten. «Überwiegend stammen die Zuschauer aus der Umgebung», meint er, und hat dafür auch eine Erklärung: «Die Leute meinen wohl immer noch, dass das hier das Playa ist», meint er entschuldigend. fin

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