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Auffüllen ohne Alternative

Höhendifferenz in Gewerbegebiet

Da mochten dem Diplom-Ingenieur vom Münsteraner Ingenieurbüro Hauer und Hartmann und Partner jedoch nicht alle Mitglieder im Bauausschuss folgen. Sie sahen sich wohl den Anliegern im neuen Gewerbegebiet an der Borsigstraße näher. Die fühlen sich nämlich offensichtlich schon tiefer gelegt - genauer: bis zu 98 Zentimeter tiefer. Denn das stellt die stärkste Diskrepanz zwischen der Höhe der Erschließungsstraße und den Baugrundstücken dar. Der Grund dafür war schnell ausgemacht - bewerten mochten der Fachmann und die Politiker das Ganze jedoch eher unterschiedlich: Während Hartmann darauf pochte, dass die Kanalisation nicht tiefer habe verlegt werden können, hätten sich viele Ausschussmitglieder gewünscht, dass andere technische Möglichkeiten stärker in Betracht gezogen worden wären. Bernhard Hartmann erläuterte zunächst die Situation: Mit der tief liegenden Garwerts Mähre als Vorfluter einerseits und der hoch liegenden Schmutzwasserkanalisation in der Borsigstraße andererseits seien zwei unveränderbare Fixpunkte vorgegeben. Hinzu komme, dass beim Regenwasser aus Gewerbgebieten eine Klärung zwingend sei - und das Regenrückhaltebecken. Alles in allem ein System, das funktioniere, ohne dass es zusätzlicher Technik im laufenden Betrieb erfordere. Die hatten einige Politiker vorgeschlagen: Ein tieferes Regenrückhaltebecken, aus dem per Pumpe das Wasser zur Garwerts Mähre gelangen könne. Dem erteilte der Fachmann eine Abfuhr - nicht nur wegen der laufenden Kosten, sondern auch wegen der Nähe zum Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Das Problem des Höhenunterschieds zwischen Straße und Grundstücken sah er ebenso wie die Verwaltung, beteuerte aber: «Wir haben keinen Zentimeter verschenkt.» Angesichts unseliger Erfahrungen im Baugebiet Bohnenkampstraße bekannte Bauamtsleiter Wolfram Höltken: «Wir sind in dem Punkt schon sensibler geworden.» Bleibt den ansiedlungswilligen Betrieben wohl nur die Möglichkeit, mit Erdreich aufzufüllen. to

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