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Auf dem Weg in die Freiheit

Stadtlohn «ABI statt Lohn» - unter diesem Motto stand die Abschlussfeier des vierten Abiturjahrgangs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Nach einem Wortgottesdienst in der St. Otger-Kirche ging es am Samstag zur eigentlichen Entlassfeier in die Stadthalle. Schulleiter Bernhard Gemsa lobte in seiner Begrüßungsrede die Besonderheiten der Stufe. Neben außergewöhnlichem Fleiß und einer großen Arbeitsbereitschaft, mit denen der Jahrgang dem Zentralabitur begegnet sei, hob er die Feinsinnigkeit, die bereits das Abiturmotto zeige, hervor. Dieses Motto stelle das Abitur in gewisser Weise in Frage. Haben sich die 13 Jahre Schule gelohnt? War die harte Arbeit nicht umsonst?

Erstes großes Ziel

Auch Bürgermeister Helmut Könning griff das Motto auf und erklärte, dass das Abitur als erstes großes Ziel, ja als Meilenstein zu sehen sei. In seiner Rede an die Abiturientinnen und Abiturienten sprach er von der großen Wissensaneignung, die es ermögliche, sich ein eigenes Leben zu gestalten. Könning gab der Abiturientia mit auf den Weg, dass das Abitur als Wegbereiter gesehen werden sollte. «Nicht ABI statt Lohn sondern vielmehr ABI als Lohn», so Könning.

Die Schülervertreter Sebastian Einhaus und Florian Schmitt gaben einen humorvollen und teils auch kritischen Rückblick auf ihre Schulzeit. Schmitt erklärte, dass die neu gewonnene Freiheit zugleich bedeute, Verantwortung zu übernehmen für das eigene, neue Leben. Einhaus erinnerte noch einmal an die vielen gemeinsamen Erlebnisse und hob das große «Wir-Gefühl» der Stufe hervor. Die Stufenkoordinatoren Herbert Große-Westermann und Jochen Wilsmann gaben die Ereignisse aus Sicht der Lehrer wieder.

Freude und Wehmut

Der Oberstufenchor untermalte musikalisch die Stimmung: Auf der einen Seite war da die große Freude über das bestandene Abitur und die Vorfreude auf den Neuanfang. Auf der anderen Seite war da auch das Zurücklassen der Freunde und der gemeinsamen Jahre. Der Aufbruch in etwas Ungewisses und Fremdes. Doch am Ende der Feier stand die Erkenntnis, dass es im Leben immer wieder einen Abschluss gibt und man sich in einem ständigen Prozess des Lernens befindet. nb

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