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Wirtschaft boomt, Fachkräfte fehlen

SELM Die Wirtschaft boomt auch in Selm. Vor allem bei den exportorientierten Unternehmen. Das war die gute Nachricht am Donnerstagabend beim IHK-Wirtschaftsgespräch in der Selmer Gaststätte Knipping.

Wirtschaft boomt, Fachkräfte fehlen

IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz (r.) und Bürgemreister Jörg Hußmann.

Die schlechte Nachricht kam gleich hinterher: Es herrscht eklatanter Fachkräftemangel - in Selm wie in ganz Deutschland. Dies gilt nicht nur für Ingenieure, sondern genauso für Facharbeiter. "Viele Unternehmen finden nicht genügend qualifizierte Leute", betonte Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund.

Mehr als 40 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung begrüßte Wolfgang Hirsch, Vollversammlungsmitglied der Industrie- und Handelskammer zum IHK-Wirtschaftsgespräch in Selm. Hirsch, Geschäftsführer der Firma Interhydraulik, zeigt sich besonders erfreut über die positive Entwicklung der IHK-zugehörigen Unternehmen in der Stadt: "Die Zahl ist vom August 2006 bis zum August 2007 um 25 auf 1071 gestiegen.

Demografische Entwicklung

Einen aktuellen Überblick über das Wirtschaftsgeschehen am Standort gab Selms Bürgermeister Jörg Hußmann. Dabei ging er unter anderem auf die Gewerbegebiete "Dieselweg" und "Werner Straße", auf die Selmer Woche, die demografische Entwicklung sowie auf die Folgenutzung der Industriebrache "Bartling" ein. Auch die Wohnbauentwicklung, zum Beispiel am Klockenberg, liegt ihm am Herzen.

Hauptreferent des Abends war aber IHK-Chef Reinhard Schulz. Er nannte den Mangel an Fachkräften eine Herausforderung für die Wirtschaft. Denn er bedeute, dass manch ein Unternehmen gar nicht so viel produzieren könne wie in seinen Auftragsbüchern steht. Der Fachkräftemangel werde zunehmen, so Schulz: "Bundesweit, aber auch in unserer Region."

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