Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Zusätzliche Kosten nach Verdi-Einigung

Welche Mehrkosten kommen nach der Tarifeinigung auf Selm zu?

Selm Nach den Warnstreiks von Verdi in der vergangenen Woche, erhalten nun auch die 181 Beschäftigten der Stadtverwaltung Selm in Zukunft mehr Geld. Wieviel Mehrausgaben sind das und wie gut ist die Stadt darauf vorbereitet?

Welche Mehrkosten kommen nach der Tarifeinigung auf Selm zu?

Ein Streikbild aus Dresden. In vielen Städten gingen Gewerkschaftsmitglieder auf die Straße, um für mehr Lohn zu demonstrieren. Foto: dpa

Stadtkämmerin Sylvia Engemann begrüßt die Erhöhung für die Beschäftigten: „Gute Arbeit muss auch angemessen entlohnt werden“. Doch die Tarifeinigung bedeutet auch Mehrkosten für die Stadt: Sie muss die Löhne ihrer Angestellten innerhalb von 30 Monaten in drei Schritten anheben.

1,2 Prozent mehr Lohn, als geplant

Ab dem 1. März gibt es rückwirkend 3,2 Prozent mehr Geld, im April 2019 kommen weitere 3,1 Prozent hinzu. Im März 2020 steigen die Löhne dann nochmals um 1,1 Prozent. Für den Haushalt des aktuellen Jahres hatte die Verwaltung aber nur mit einer Gehaltssteigerung von zwei Prozent kalkuliert.

Durch den Tarifbeschluss muss die Stadt den Beschäftigten rückwirkend zum März monatlich 1,2 Prozent mehr Lohn als eingeplant zahlen. Um die höheren Personalaufwendungen zu finanzieren, müsse man diese „durch andere Maßnahmen“ kompensieren, „damit der Haushaltsausgleich gehalten werden kann“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtkämmerin Sylvia Engemann. Aktuell seien Aufwandsreduzierungen in anderen Bereichen allerdings noch nicht absehbar.

Belastungen der Haushalte


Auch der Deutsche Städtetag kritisiert, dass der Tarifabschluss die „Haushalte finanziell deutlich belasten“ werde. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) spricht von rund 7,4 Milliarden Euro an Kosten, die nun auf die Kommunen zukommen.

Michael Bergmann, Personalratsvorsitzender der Sparkasse an der Lippe zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Tarifeinigung wird eins zu eins auf die Sparkassen übertragen“.

Es seien zähe Verhandlungen gewesen, was auch an den Sparkassenverbänden gelegen habe. Diese hatten eine Sonderregelung für ihre Mitarbeiter erreichen und sie von den Lohnsteigerungen völlig oder zu einem großen Teil ausschließen wollen. Daraufhin legten in der letzten Woche rund 100 Mitarbeiter der Sparkasse an der Lippe die Arbeit nieder. Davon war auch die Filiale „Brink“ in Selm betroffen.

Selm Ausfallende Busverbindungen, volle Mülltonnen, leere Kitas: Der öffentliche Dienst hat in dieser Woche vielerorts die Arbeit niedergelegt. Auch in Selm waren Auswirkungen des Warnstreiks zu spüren.mehr...

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

DJ von Culcha Candela im Interview

„Ihr werdet schwitzen, dafür sorgen wir!“

Selm Die deutsche Reggae- und Hip-Hop-Band Culcha Candela ist der Stargast beim Selmer Stadtfest. Im Interview verrät Mitglied DJ Chino, worauf sich das Publikum freuen darf und spricht auch über Herzensangelegenheiten und Aufreger. mehr...

selm Eine runde Sache sollte das werden: Campus-Einweihung, Stadtfest und Enthüllen des Kunstwerkes auf dem Kreisel. Jetzt hakt es an einer Stelle.mehr...

selm Dass auch in diesem Jahr das Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft im Bürgerhaus in Selm stattfindet, steht schon länger fest. Jetzt haben die Veranstalter die ersten Termine bekannt gegeben. mehr...