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Musik Festival Schloss Cappenberg

Warum das Festival am Schloss so familiär ist

Cappenberg Familiär. Das ist das Wort das immer wieder fällt, wenn Musiker und Publikum von dem an diesem Wochenende beginnenden Cappenberger Musikfestival sprechen. Auch Mirijam Contzen, die das Festival ins Leben gerufen hat, meint das wörtlich.

Warum das Festival am Schloss so familiär ist

Das Schlosstheater ist bereit für die Festivalwoche.

Mirijam Contzens Sohn, gerade erst drei geworden, wird erste Festivalerfahrungen sammeln. „Meine neunjährigen Zwillinge sind damit groß geworden“, sagt die 42-jährige Geigerin im Gespräch mit der Redaktion. Als sie den Jungen gefragt habe, ob er denn wirklich mitkommen wolle, habe der fast entrüstet geantwortet: „Na klar!“ Auch wenn das Festival in den vergangenen zwei Jahren wegen der Bauarbeiten am Schloss Cappenberg ausfallen musste: Die Zwei hätten die Eindrücke der Vorjahre nicht vergessen: den engen Kontakt mit den Musikerfreunden ihrer Mutter, das spannende Hin und Her während der Proben, die vielen Menschen bei den Konzerten, die herzliche Gastfreundschaft der gräflichen Familie – und vor allem die andauernde Musik: von morgens früh bis spät in die Nacht.

Musikalische Kinder

Die Liebe zu Melodie, Harmonie und Rhythmus liegt bei den Kindern im Blut. „Mein Sohn spielt Gitarre, meine Tochter Geige und Klavier“, sagt Mirijam Contzen. Und schickt noch ein „hobbymäßig“ hinterher. Denn als sie selbst 1984 ihr Studium an der Musikhochschule Detmold begann bei dem weltberühmten ungarischen Geiger Tibor Varga, war sie noch ein Jahr jünger als ihre beiden Ältesten.

„Eine Woche Hochspannung.“ So beschreibt die in Münster geborene, in Ascheberg aufgewachsene und in Werne zur Schule gegangene Mirijam Contzen die vor ihr liegenden Festival-Tage. Dabei ist es nicht so, als sei ihr Leben nicht auch sonst spannend genug: Seit 2016 lehrt sie als Professorin an die Universität der Künste in Berlin, spielt CDs ein wie zuletzt Mozarts Violinkonzerte Nummer eins bis sechs und ist auf den Konzertbühnen in der ganzen Welt zuhause, erst an diesem Mittwoch in Birmingham.

Bekannte und unbekannte Künstler

18 Musiker, darunter Stars und Nachwuchshoffnungen, werden ab diesem Samstag gemeinsam anspruchsvolle Stücke der Musikliteratur erarbeiten, die Contzen ausgewählt hat: Bekanntes und Unbekanntes von bekannten und unbekannten Komponisten.

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„Das Publikum vertraut mir da inzwischen bei der Auswahl“, sagt sie. Worauf sie sich besonders freue? Lachen am anderen Ende der Leitung. „Auf Musik mit Freunden.“ Festlegen könne sie sich da gar nicht.

Dass die Bauarbeiten am Schloss noch immer nicht abgeschlossen sind, schränke das Festival nicht ein, sagt sie. „Wir müssen lediglich auf die Matinee im Freiherr-vom-Stein-Saal verzichten. Dafür gebe es aber neue Angebote: „Die Vor-Echos“: unterhaltsame Erläuterungen im Vorfeld der einzelnen Konzerte.

Änderungen im Programm

„Verändert haben wir auch etwas das Programm ‚Musik in die Nacht‘ in der Stiftskirche“, sagt sie. Statt zweier Pausen wie in den Vorjahren, gebe es dieses Mal eine längere. Das werde aber bestimmt nur den Stammgästen auffallen – immerhin: ein Großteil des Publikums, das von Mal zu Mal wachse. „Ich freue mich immer besonders, wenn auch junge Leute dabei sind“ - etwa Mädchen und Jungen der Musikschulen.

Auf sie warteten nicht nur die Konzerte, sondern auch Gespräche mit den Muskern, ihren erwachsenen Kollegen. Wie viel es mit denen zu besprechen gibt und von ihnen zu erfragen, weiß Mirijam Contzen von ihrem eigenen Nachwuchs.

An alle Kinder, ob Festival-erprobt oder nicht, richtet sich am Sonntag, 27. Mai, das Familienkonzert ab 11 Uhr. Kammermusik auf Schloss Cappenberg ist eben familiär.

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Das Programm:

  • 20. Mai, 19.30 Uhr im Theater des Schlosses: Eröffnungskonzert: „Hörnerschall und Nebelfor“ (30 Euro/35 Euro)
  • 21. Mai, 19.30 Uhr: Theaterkonzert „Romantische Nachtklänge“; 18.45 Uhr Konzerteinführung (30 Euro/35 Euro)
  • 22. Mai, 14 bis 17 Uhr: Festivalcafé, 15 bis 16 Uhr: öffentliche Probe bei freiem Eintritt
  • 23. Mai, 19.30 Uhr, Theaterkonzert „Take five – eine Handvoll“; 18.45 Uhr Konzerteinführung (30 Euro/35 Euro)
  • 25. Mai, 19.30 Uhr: „Konzert in die Nacht“ in der Stiftskirche mit kulinarischem Angebot in der Pause (25/35/45 Euro)
  • 26. Mai, 19.30 Uhr: Theaterkonzert Müllerin Art; 18.45 Uhr Konzerteinführung (30/35 Euro)
  • 26. Mai, 22.30 Uhr: „Late Night Sessions“ im Gelben Saal des Schlosses (20 Euro)
  • 27. Mai, 11 Uhr, Familienkonzert im Theater des Schlosses (10/ 5 Euro)
  • 27. Mai, 17 Uhr, Abschlusskonzert: „Erinnerungen ... Es war einmal“; 16.15 Uhr Konzerteinführung (35 Euro/30 Euro)
  • Tickets: (01806) 700733

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