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Neues Fest in Selm

So wächst der Glitzerwald in der Altstadt

Selm Vor der Friedenskirche in der Selmer Altstadt entsteht langsam aber sicher der „Glitzerwald“. Doch, um den Platz zu verwandeln, ist auch Improvisation gefragt.

So wächst der Glitzerwald in der Altstadt

Noch stehen erst einzelne Tannen

Es ist gar nicht so einfach, einen Wald mitten in die Stadt zu bauen. Das haben auch die Mitarbeiter der Selmer Stadtwerke gemerkt, die seit Dienstag mit dem Aufbau des Glitzerwaldes in der Altstadt beauftragt sind. Wie viel Tannen braucht man zum Beispiel, um einen Platz, wie den vor der Friedenskirche in einen stattlichen Wald zu verwandeln?

Auf jeden Fall sind es mehr, als zunächst geplant. 70 Tannen aus dem Sauerland und dem Kreis Coesfeld waren geliefert worden, eine Schätzung gemäß der Quadratmeterzahl des Platzes. Doch gereicht hat das nicht.

„Dann wäre es kein Wald, sondern eine Lichtung geworden“, sagt Stadtsprecher Malte
Woesmann. Jetzt werden es etwa 100 Bäume, Nordmanntannen und Serbische Fichten, die eng zusammengestellt den Wald bilden. Weitere Bäume werden in der Stadt aufgestellt, „für die Atmosphäre“, wie Woesmann sagt.

Viel gelernt

„Wenn wir das im nächsten Jahr nochmal machen, haben wir auf jeden Fall einiges gelernt“, sagt Sven Hüser von den Selmer Stadtwerken, der den Aufbau verantwortet. So mussten die Stadtwerke auch beim Aufstellen der Tannen Improvisationsgeschick beweisen. „Das war schwieriger als gedacht“, sagt Vorarbeiter Marcus Drissen. Er konstruierte am Mittwochmorgen kurzfristig zwei Stangen, die beim Aufrichten der Bäume helfen. Mit ihnen lassen sich die Bäume leicht greifen und mit geringerem Kraftaufwand aufgestellen.

„Wir sind auf jeden Fall im Zeitplan“, verspricht Stadtsprecher Woesmann. Bis Donnerstagmittag sollen alle Bäume stehen. Dann werden manche noch zurechtgestutzt, damit Stehtische darunter angebracht werden können. Am Freitag folgt die Lichtinstallation für die, die Lichttechniker vom Szenewerk aus Lünen verantwortlich sind. Mit Spots werden dann die Bäume von unten beleuchtet, „ein bisschen wie bei der Extraschicht“, erklärt Hüser. Doch nicht nur der Wald leuchtet: Auch die Friedenskirche wird in bunte Lichter getaucht.

Vorfreude auf Glitzerwald

Festwirt Wilfried Reckers, der am Mittwoch ebenfalls die Szenerie begutachtet, ist schon guter Dinge. „Das Wetter wird gut“, sagt er. Kalt und sonnig soll der Auftakt am Freitag werden.

„Ich bin gespannt auf den Glitzerwald“, sagt Pfarrer Claus Themann von der katholischen Pfarrgemeinde St. Ludger. Er glaubt, dass der Wald vor der Kirche auch eine Einladung an die Menschen sein kann, um in die Kirche zu gehen.

Antje Wischmeyer hingegen, Pfarrerin bei der Evangelischen Kirchengemeinde in Selm, sieht Veranstaltungen wie den Glitzerwald, die vor dem 1. Advent beginnen, eher kritisch. „Für mich beginnt die Adventszeit erst nach Totensonntag“, sagt sie „aber dann feiere ich auch gerne“.

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