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Waldwege in Selm

So sollen die Wege am Zechenbusch saniert werden

Selm Der Zechenbusch hinter der Pestalozzischule am Pädagogenweg soll saniert werden. Die beliebten Waldwege sind in die Jahre gekommen. Aber nicht alle sind, mit der geplanten Umsetzung völlig zufrieden.

So sollen die Wege am Zechenbusch saniert werden

Die Buschwindröschen stehlen zurzeit den befestigten Wegen im Zechenbusch (im Hintergrund) die Schau. vom Hofe

Der Selmer Zechenbusch ist ein besonderer Wald: mitten in der Stadt gelegen, zehn Hektar groß, mehr als 160 Jahre alt: die grüne Lunge Selms, die allerdings auf nassen Füßen steht. Die Feuchtigkeit ist typisch für den Zechenbusch. Dennoch versinken Spaziergänger nicht mehr im Morast, wenn sie nach einem Regenschauer einen Waldspaziergang unternehmen möchten.

Noch ist nicht alles fertig. Hier und da stehen noch Absperrungen zu Füßen der hohen Buchen und Stieleichen. Das Gros des Wegenetzes im städtischen Wald ist aber bereits erneuert. Nach Auskunft von Stadtsprecher Norbert Zolda seien noch vier bis fünf Wochen nötig, um das Projekt komplett abzuschließen.

Das Team der Umweltwerkstatt Lünen – Langzeitarbeitslose, die durch die Maßnahme wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden sollen – sei ab dem Ferienende wieder am Start. Mitarbeiter der Stadtwerke Selm unterstützten sie bei dem Einsatz der Baumaschinen und der Materiallieferung.

Beschwerden von Bürgern

Der bei Spaziergängern, Hundehaltern, Joggern und spielenden Kindern gleichermaßen beliebte Wald im östlichen Stadtzentrum ist laut Förster Marco Adamek von einem dichten Wegenetz durchzogen. Diese Wege sind in die Jahre gekommen. Der Wald war zuletzt kaum noch begehbar, wie Zolda sagt: „Schlammige Wege, Stolperkanten und tiefe Löcher.“ Diese Mängel seien durch die Streckenkontrolle der Stadtwerke festgestellt worden. „Und es sind einige Beschwerden durch die Bevölkerung bei den Stadtwerken eingegangen.“

Was genau gemacht wird, erklärt Stadtsprecher Zolda: „Die Wege werden jetzt aufgeschottert und mit Dolomitbrechsand abgestreut. Bei Bedarf werden die Durchlässe an den Gräben erneuert und instandgesetzt.“ An bestimmten Punkten würden die Parkbänke instand gesetzt oder – wenn es dafür zu spät sei – ausgetauscht. Ein, zwei zusätzliche Bänke seien ebenfalls denkbar. Wie das aussehen wird, wenn alles fertig ist, lasse sich bereits ansehen – im Lüffe-Park. Dort hatte die Wegeinstandsetzung bereits 2017 stattgefunden. Unterm Strich werde die Maßnahme 3000 bis 5000 Euro kosten.

Es sei gut, dass sich etwas im Zechenbusch tue, meint Michael Merten, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes. Schon seit Jahren sei die Erneuerung der Wege im Gespräch. Allerdings sei dabei von mehr die Rede gewesen als zurzeit passiere. „Ich fnde es schade, dass wir da nicht einbezogen wurden.“

Sportler enttäuscht

Der Stadtsportverband hatte bereits 2013 eine stadtnahe Jogging- und Walkingstrecke vorgeschlagen – gerade weil der Zechenbusch ohnehin von vielen Selmern zum Sporttreiben genutzt werde. Merten und seine Mitstreiter hätten gerne auf der Grundlage des bestehenden Wegenetzes eine Laufstrecke ausgewiesen: einen etwa zwei Kilometer langen Rundkurs mit einem zentralen Treffpunkt. Ein Schild mit Streckenhinweisen und Dehnübungen hatte Merten vor fünf Jahren ins Gespräch gebracht.

Daraus ist nichts geworden. In der jüngsten Ratssitzung hatte sich Michael Merten enttäuscht gezeigt, dass diese Vorschläge im Sand verlaufen sind – oder im Morast des nassen Waldes. Aufgrund der Haushaltslage der Stadt sei es laut Verwaltung nicht möglich gewesen, sie umzusetzen.

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