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Singender Kiepenkerl wird 80 Jahre alt

SELM Er ist ein Zeuge der guten, alten Zeit: Alois Steinkühler, Selmer Urgestein, wird 80 Jahre. Wer kennt ihn nicht, den singenden Kiepenkerl? Als Büttenredner im Selmer Karneval hat er sich die Pflege der plattdeutschen Mundart und des westfälischen Liedgutes zum Hobby auserkoren. Seit mehr als 60 Jahren ist sein Tenor aus der Sängervereinigung Selm nicht wegzudenken.

Singender Kiepenkerl wird 80 Jahre alt

Alois Steinkühler

Über drei Jahrzehnte prägte er mit seiner Vorstandsarbeit das Vereinsleben maßgeblich. Seine Sängerlaufbahn brachte den gelernten Huf- und Wagenschmied in den Polizeichor. Dort brauchte man seine Stimme. Aus dem Gastauftritt wurden 10 Jahre und krönender Höhepunkt dieses Auftrittes war eine USA-Reise. "Es waren herrliche Zeiten. Wir haben mit der Bahn, dem Schiff und auch mit dem Flugzeug die schönsten Touren unternommen und viele gesellige Stunden erlebt", erinnert sich Steinkühler, dessen Hofstelle in der Wagnerstaße seit fünf Generationen im Familienbesitz ist.

Einsamer Kotten in den Feldern

Damals gründete ein gewisser Linus Steinkühler diesen Kotten. Das malerische Fachwerkhaus steht noch an der gleichen Stelle und quicklebendig spielt der Enkel von Alois Steinkühler, der übrigens so wie der Gründervater selbst auch Linus heißt, unter dem mächtigen Kastanienbaum. "Ich erinnere es noch genau, als ein sandiger Weg zu unserem Kotten führte. Der Kotten stand einsam in den Feldern, heute ist alles bebaut", registriert Alois Steinkühler die Veränderungen in seiner Umgebung. "Früher hielten die Menschen mehr zusammen.

Niemand kannte Neid

Ich habe bei Hoesch als Stahlarbeiter gearbeitet. Da kannte niemand Neid und wir haben uns immer geholfen. Das ist heute anders", erinnert sich Alois Steinkühler ein wenig melancholisch.

An seinem Geburtstag will der vitale Jubilar mit seinen fünf Kindern und sieben Enkelkindern und vielen Sängerfreunden kräftig feiern und an viele schöne Stunden zurückdenken. Gesungen wird dabei sicher auch.

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