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«Ich würde gerne zur WM fahren»

Kreisgebiet Er ist reif für die Insel: Marvin Pourie, 16-jähriges Fußball-Talent aus Werne, wechselt zum FC Liverpool.

Im Februar hat er als erster deutscher Jugendspieler einen Dreijahresvertrag bei dem englischen Traditionsclub unterschrieben. Am 10. Juli geht's rüber, am 15. Juli beginnt die Vorbereitung mit den «Reds». «Damit komme ich meinem Traum einen großen Schritt näher», sagt der Blondschopf.

Sein Traum ist die Profi-Karriere. Ab Januar 2008, wenn er 17 geworden ist, wird sein Kontrakt nach den Bestimmungen der FIFA in einen Jugend-Profi-Vertrag umgewandelt. Eine weitere Station auf dem Weg zu seinem größten Ziel: «Ich würde gerne mit zur WM 2010 fahren.» Dann ist er gerade 19.

Star-Training

Mittrainieren mit den Liverpool-Stars durfte Pourie schon, als er Anfang des Jahres zum Probetraining beim Champions-League-Finalisten aufspielte. Auf einem Platz mit Steven Gerrard, Peter Crouch, Xabi Alonso, Robbie Fowler und wie sie alle heißen. «Das war ein einmaliges Erlebnis. Da wurden mir aber auch Grenzen aufgezeigt. Ich habe gesehen, dass ich noch hart an mir arbeiten muss», sagt Pourie.

Harte Arbeit scheut er nicht. «Für mich ist das eine Art Ausbildung. Andere machen in herkömmlichen Berufen eine Lehre, ich eben im Fußball.» Anfang Juni machte Pourie seinen Hauptschul-Abschluss an der Fürstenhofschule in Werne.

Fußball spielen allein wird er nicht. «Ich bekomme Fremdsprachen-Unterricht in Französisch, Spanisch und Italienisch.» Kann nicht schaden, bei einem angehenden Profi. Untergebracht ist er vorerst bei Gasteltern, alle Spesen, Handy und Laptop übernimmt Liverpool. Nächstes Jahr, spätestens aber mit 18, darf er sich eine eigene Wohnung suchen, so steht's im Vertrag.

Aufgefallen war Pourie den Scouts der «Reds» bei einem Spiel für seinen ehemaligen Verein Borussia Dortmund in der B-Junioren Regionalliga. Nach Differenzen mit seinem BVB-Coach wechselte er in der Winterpause zum Westfalenligisten Hammer SV. Da hatte er das Probetraining an der Anfield Road aber schon in der Tasche. «Eine Woche war ich dann da. Das hat geschlaucht. Man musste immer hochkonzentriert sein, auch wegen der Sprache. Die sprechen da einen ganz schönen Akzent.»

Das Academy-Programm hatte es in sich: 8 Uhr Frühstück mit dem U 17-Kader, umziehen, zwei Sunden intensives Koordinations-Training mit Spielformen, Mittagspause, wieder drei Stunden auf den Platz, kleine Pause und dann nochmal zwei Stunden in den Kraftraum.

Es hat sich gelohnt. «Ich lebe für den Sport. Wenn ich jetzt mein Hobby zum Beruf machen kann, dann ist das perfekt.» Marc Stommer

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