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Herzensangelegenheit: Senioren malen mit Heino Blum

SELM Behutsam gleitet der Pinsel über die kleine Leinwand. Trotz ihrer 92 Jahre hält Maria Brück ihn fest in der Hand. Mit roter Acrylfarbe malt sie deutlich erkennbar ein Herz auf den weißen Grund.

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Heino Blum (r.) half, wo er konnte: Peter Bayer malte ein Schiff, einen Leuchtturm und das Meer.

Eine bunte Palette verschiedener Farben stand auch Liselotte Kapp (l.) und Lisbeth Röber zur Auswahl.

Maria Brück ist eine von vielen Bewohnern des Altenwohnhauses St. Josef, die in den letzten Wochen an einer Malaktion mit dem Selmer Künstler Heino Blum teilgenommen haben.

Weit herumgegekommen

Im Rahmen seines Projekts "Unterwegs in Herzensangelegenheiten" ist Blum in diesem Jahr weit herumgekommen, reiste unter anderem nach Düsseldorf, Bremen und ins Sauerland. Am Dienstag war er zum vierten Mal im Selmer Altenwohnhaus. "Es ist eine schöne Sache, den Menschen die Kunst näher zu bringen, mit ihnen zu malen und zu sehen, wie sie sich freuen", erklärt Heino Blum die Beweggründe seiner Aktion. Im Titel "Herzensangelegenheiten" steckt nicht nur sein persönliches Motiv, sondern oft auch das Motiv der Bilder - einfach zu malen und doch so bedeutsam und schön. 

Blum betont, dass er gerade den Älteren oft erst eine gewisse         Schwellenangst vor dem Malen nehmen müsse, dann aber seien sie meist mit Eifer bei der Sache. "Auch die Kommunikation ist mir ganz wichtig", so der Künstler.

Ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Malerei

Die Bewohner des Altenwohnhauses St. Josef verfügen über ganz unterschiedliche Erfahrungen mit der Malerei. So war Lieselotte Kapp an allen vier Terminen mit Begeisterung dabei. "Ich habe immer     gern gemalt und gestickt", erzählt die rüstige 89-Jährige, während sie Herzen am Fließband produziert. "Nicht, dass sie mir noch Konkurrenz machen", lacht Heino Blum.

Peter Bayer hingegen probiert es zum ersten Mal.   "In der Schule hat mich der Lehrer bei meinen Bildern immer gefragt, was das denn sein soll", erinnert   sich der alte Herr. Zunächst tut er sich schwer, doch Heino Blum kommt gern zu Hilfe. "Wenn Sie in Kunst früher eine Fünf hatten, ist das auch nicht schlimm", schmunzelt der Künstler.

"Malen galt als nutzlos"         

Altentherapeutin Elisabeth Gelinski weiß um die Hemmungen, die manche Bewohner vor dem freien Malen haben. "Diese Generation hat früher nicht gemalt, weil es als nutzlos galt."

Umso schöner, dass das Experiment von Heino Blum geglückt ist. Denn es ist deutlich zu spüren, dass das gemeinsame Malen sowohl dem Künstler als auch den Bewohnern eine richtig große Freude bereitet. Deshalb können sie schon jetzt auf eine Fortsetzung freuen. Denn Heino Blum verspricht: "Ich bin hier ja fast schon Stammgast, ich komme auf jeden Fall wieder."

  

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Heino Blum (r.) half, wo er konnte: Peter Bayer malte ein Schiff, einen Leuchtturm und das Meer.

Eine bunte Palette verschiedener Farben stand auch Liselotte Kapp (l.) und Lisbeth Röber zur Auswahl.

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