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Künstler beim Festival Cappenberg: Tobias Bredohl

Heimspiel für den Sandkastenfreund

Cappenberg Im Kindergarten in Ascheberg haben sie gemeinsam gespielt: Mirijam Contzen und Tobias Bredohl – allerdings mit Legosteinen und Autos und nicht mit Violine und Klavier. Das ist inzwischen mehr als 35 Jahre her. Ab Pfingsten spielen die beiden wieder gemeinsam, dieses Mal mit Instrumenten: beim Musikfestival auf Schloss Cappenberg.

Heimspiel für den Sandkastenfreund

Tobias Bredohl beim Konzert im Dezember 2017 in Selm auf Burg Botzlar. Foto: MEISEL-KEMPER

Die gemeinsame Zeit im Kindergarten hatte die beiden nicht aneinander geschweißt. Denn lange hatten sich der heute 43-jährige Tobias Bredohl und die zwei Jahre jüngere Mirjam Contzen aus den Augen verloren. Und das, obwohl sie einen Weg eingeschlagen hatten, der sich von dem der anderen Kindergartenkinder deutlich unterschieden hat.

Harmonium verbindet

Beide besuchten bereits ab 1984 die Musikhochschule Detmold. „Kontakt hatten wir während dieser Zeit aber nicht“, sagt Tobias Bredohl. Das änderte sich spätestens 2011, als bei ihm – inzwischen ein gefragter Solopianist, der international tätig ist – das Telefon schellte. Am anderen Ende: Mirjam Contzen.

„Sie fragte mich, ob ich nicht Lust hätte beim Musikfestival Cappenberg mit zu wirken“, sagt er im Gespräch mit den RN. Dabei sei es damals nicht nur darum gegangen, die Erinnerung an gemeinsame alte Zeiten im Sandkasten aufleben zu lassen. „Mirijam suchte jemanden, der Harmonium spielte.“ Da Bredohl nicht nur Konzertpianist ist, sondern auch ausgebildeter Kirchenmusiker und Organist – „ich habe auch schon auf der barocken Cappenberger Vorenweg-Orgelgespielt“ – war er dafür prädestiniert. Seitdem gehört er zu Contzens Künstlerfreundeskreis, der sich regelmäßig in Cappenberg trifft und das von ihr 2005 gegründete Festival dort zu heutiger Größe geführt hat.

Dortmunder Weltbürger

Bredohl wohnt inzwischen in Dortmund und arbeitet als Lehrbeauftragter an der Universität in Düsseldorf. Seine musikalische Heimat sieht er vor allem in Westfalen und in Tschechien.

„Mein Großvater ist gebürtiger Tscheche“, sagt Bredohl. Daher habe er eine besondere Verbindung zum Nachbarland. Die leitet er sich aber nicht nur familiär her, sondern auch musikalisch: Antonín Dvorák, Bedrich Smetana und Josef Suk sind seine Favoriten.

Dicke alte Bäume, Jahrhunderte alte Mauern: das Schlossgelände auf Cappenberg schätzt Bredohl auch wegen seiner Torfunktion zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, wie er sagt. Durch dieses Tor fährt er regelmäßig.

Denn sein Vater, lange Lehrer am an der Förderschule, lebt in Selm.

Konzert in Hiddingsel

Eine Woche, bevor in Cappenberg das Festival startet, ist Bredohl am 13. Mai in Hiddingsel, Graskamp 17, zu hören: „Da werde ich mit meinem alten Klavierlehrer zusammen spielen“, sagt er: ab 18 Uhr.

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