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Bernd Schawohl plant seine Rückkehr ins Trainergeschäft

Bernd Schawohl

Beim SV Südkirchen schied Bernd Schawohl vor Jahren als Cheftrainer aus. Gesundheitliche Gründe zwangen Schawohl zum kurzfristigen Abschied. Jetzt will er zurück auf die Trainerbank. Wo, steht noch nicht fest.

Südkirchen

21.06.2018
Bernd Schawohl plant seine Rückkehr ins Trainergeschäft

Bernd Schawohl (r.), hier noch als Coach des SV Südkirchen mit seinem Schützling Daniel Wessels, sucht wieder eine neue Aufgabe im Seniorenfußball. © Foto: Patrick Schröer

Stellen Sie sich vor, Fußball ist ihr Leben. Alles dreht sich um das runde Leder, den Rasen. Jeden Sonntag. Nein, jeden Tag sogar. Plötzlich ist aber alles anders. Eine Krankheit zwingt Sie plötzlich dazu, ihre Leidenschaft aufzugeben. So passiert ist das Bernd Schawohl, als er noch Trainer beim SV Südkirchen war. Doch der hat sich nicht unterkriegen lassen. Schawohl kämpfte sich zurück – und ist jetzt bereit für neue Herausforderungen.

Ein Horstmarer durch und durch, doch in der gesamten Lüner Fußballwelt und über deren Grenzen hinaus bekannt. Das ist Bernd Schawohl. Der 56-jährige A-Lizenz-Trainer hat viel erlebt in seinem Fußballleben. Er hat Mannschaften geformt, junge Talente für den Seniorenbereich fit gemacht. Er hat Klassen gesichert, Aufstiege gefeiert. 2016 war seine vorerst letzte Station der SV Südkirchen. „Wegen Krankheit konnte und wollte ich nicht mehr. Plötzlich sind dann andere Dinge wichtiger im Leben“, erzählt Schawohl. Doch ganz vom Fußball, seinem Leben, ablassen konnte er nicht. „Ich habe gespürt, dass ich für mich noch keinen richtigen Abschluss gefunden habe“, sagt Schawohl.

Und so ganz stimmt es auch gar nicht, dass er seine Leidenschaft während seiner Leidenszeit komplett aufgegeben hat. Schawohl: „Ich bin im Bund Deutscher Fußballlehrer und auch weiterhin zu den Treffen und Fortbildungen gegangen.“ Feriencamps in Lünen hat er gemacht, eine Fußballschule gegründet. Klar, da kann man nicht komplett aufhören. Der Fußball war und ist eben immer ein Teil von Schawohls Leben.

„Wenn ich jetzt wieder anfange, dann muss das eine Mannschaft sein, die Bock hat“, sagt er. Und irgendwo „aus dem Umfeld“ soll die Mannschaft kommen. Aktiv suche er nicht. „Wenn sich etwas ergibt, dann ist das gut. Wichtig ist: Ich bin jetzt wieder bereit, etwas zu machen, wenn alles stimmt“, sagt Schawohl.

Dabei sei es gar nicht so einfach, als Trainer angeheuert zu werden. Der Markt ist zum Teil gesättigt. „Viele Vereine geben eher jungen Trainern die Chance. Da ist eine Lizenz gar nicht so wichtig – das ist ja auch immer mit Kosten verbunden“, erklärt Schawohl. Früher hätte er Angebote gehabt. „Als ich noch aktiv drin war im Trainergeschäft, da kamen die Angebote auch während der Vertragslaufzeit rein. Das ist jetzt anders“, sagt er.

Doch Trainer wäre er jetzt gerne noch einmal: „Dann kann ich für mich selbst vielleicht auch einen erfolgreichen Abschluss im Fußballgeschäft finden.“