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Auch in Bork kann man bald schneller surfen

Schnelles Internet

Einer der weißen Flecken in der Abdeckung Selms mit schnellem Internet ist keiner mehr: Bork. Innogy bietet es ab sofort an. Und spielt der Stadt Selm damit in die Karten.

Bork

von Arndt Brede

, 10.07.2018
Auch in Bork kann man bald schneller surfen

Sie nahmen das neue Netz symbolisch in Betrieb (v.r.): Bürgermeister Mario Löhr, Lukas Gertz, Stefan Buckmann (beide Westnetz), Innogy-Kundenbetreuer Dirk Wißel und Timo Schade (Innogy-Vertrieb). © Arndt Brede

Vertreter des Unternehmens Innogy SE und Bürgermeister Mario Löhr nahmen gestern das Netz symbolisch in Betrieb. Wichtige Fragen dazu klären wir hier. Fragen und Antworten:


Wer kann vom neuen Netz profitieren?

Nach Auskunft von Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel können es in Bork rund 1700 Adressen und damit rund 3600 Wohneinheiten ab sofort nutzen. Private Haushalte und Firmen können davon profitieren.

Welche Bandbreiten sind im neuen Netz erreichbar?

„Im Idealfall kann man mit 120 Megabit pro Sekunde ins Internet gehen“, sagt Innogy-Kommunalbetreuer Dirk Wißel. Diese Rate beziehe sich auf den Downstream. Der Upload sei mit einer Rate von maximal 40 Megabit pro Sekunde möglich.

Wie stabil wird das Netz sein, um die Datenraten zu ermöglichen?

Die letzten 600 Meter zum Haus seien Kupferleitungen, was Leistung wegnehme, sagt Lukas Gertz von der Westnetz GmbH, Verteilnetzbetreiber der Innogy SE. Die Leistung sinke aber nicht unter 100 Megabit pro Sekunde.

Müssen sich die Nutzer ausschließlich bei Innogy anmelden, um vom neuen Netz in Bork zu profitieren?

„Es wäre zwar schön, wenn sich die Borker für einen unserer Tarife entscheiden“, sagt Dirk Wißel, „aber das Netz ist auch für andere Anbieter offen.“

Was sagt die Stadtspitze zum neuen Netz in Bork?

„Damit ist einer der weißen Flecken behoben“, erklärt Bürgermeister Mario Löhr. „Es gibt jetzt noch einen Bereich in Bork, der erst noch angeschlossen werden muss: das Gewerbegebiet.“ Das könne aber nicht vom Innogy-Netz profitieren. So weit reicht der Radius nicht.

Wie groß ist der Radius?

Er reiche im Norden bis zur Kreisstraße, im Osten ungefähr bis zum Blumengeschäft Ahland, im Süden bis Alt-Bork und im Westen bis fast zum Bahnhof, führt Lukas Gertz aus.

Wie lange hat es gedauert, bis das Netz aufgeschaltet werden konnte?

In knapp einem Jahr haben Westnetz und Innogy auf einer Länge von 8,4 Kilometern Leerrohre verlegt, in die die Glasfaserkabel eingeblasen wurden.

Wie sieht der Stand der Vermarktung aus Sicht von Innogy aus?

„Wir haben schon eine Vorvermarktung gemacht“, berichtet Timo Schade vom Innogy-Vertrieb. „Einige Verträge sind schon reingekommen. Ab sofort kündigen wir für die Kunden die Alt-Verträge, um dann auch zu gewährleisten, dass die Rufnummer mitgenommen werden kann und die Kunden bestenfalls keinen Tag ohne Internet sind.“

Welche Bedeutung hat schnelles Internet für die Stadt Selm?

„Schnelles Internet ist auch für den Standort Selm, wie auch für andere Städte, ein wahnsinnig wichtiges Thema“, sagt Dirk Wißel. Solche Bandbreiten nicht anbieten zu können, sei für Unternehmen ein Abwanderungskriterium beziehungsweise ein Kriterium, sich erst gar nicht anzusiedeln. „Das ist ein echtes K.O.-Kriterium“, sagt Bürgermeister Mario Löhr. Übrigens auch für Privatleute.

Welches Verfahren verwendet Innogy für das schnelle Internet im Selmer Stadtteil Bork?

Innogy verwendet das sogenannte Vectoring-Verfahren. Innogy dazu: Vectoring ist die Erweiterung einer DSL-Übertragungstechnik, um das unerwünschte Übersprechen zwischen benachbarten Teilnehmeranschlussleitungen zu verringern. Diese Technik kann die Übertragungsrate pro Teilnehmeranschluss in Kupferkabeln deutlich steigern, die ursprünglich nur für Telefonie gelegt wurden.

Lohnt sich für Innogy überhaupt das Engagement in Sachen schnelles Internet für Bork?

„Die Bundesnetzagentur gibt eine sogenannte Vectoring-Liste heraus“, antwortet Dirk Wißel. Da habe sich Innogy eingetragen. „Fakt ist aber auch, dass man die Möglichkeit haben muss, tätig zu werden.“ Die Möglichkeiten, das zu finanzieren, das Know-how und Ortskenntnis. „Jeder hätte das machen können, aber niemand hat gesagt, dass er es für die 3600 Haushalte in Bork machen würde.“ Innogy sei eben partnerschaftlich mit Selm verbunden.

Wo können sich Borker Bürger melden, die Interesse an einem Innogy-Internet-Angebot haben?

Sie können sich über die Internetseite www.innogy-highspeed.com melden. Jeden zweiten Freitag im Monat steht das Innogy-Mobil zwischen 8 und 14 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Selm. Auch dort können sich Interessierte melden und auch einen Vertrag ausfüllen. Auch telefonisch ist montags bis freitags von 7.30 bis 21 Uhr und samstags von 8 bis 18 Uhr eine Kontaktaufnahme möglich. Und zwar unter Tel. (0800) 9 90 00 66 (kostenfrei).