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Wo gibt es jetzt noch Aushilfsjobs für Schüler?

Ferienjobs

Ein paar Aushilfsstellen für Schüler sind in Schwerte noch im Angebot. Allerdings muss man bei einigen schon zupacken können. In anderen Branchen ist die Planung für den Sommer längst abgeschlossen.

Schwerte

von Marc Kaiser

, 01.07.2018
Wo gibt es jetzt noch Aushilfsjobs für Schüler?

Auch bei Hundhausen werden noch Ferienkräfte gesucht. © Foto: Bernd Paulitschke

Ferienjobs sind in Schwerte heiß begehrt. Doch wo werden Schüler eigentlich gesucht? Und wo sind jetzt noch Plätze frei? Bei vielen Unternehmen ist die Bewerbungszeit bereits vorbei und die Stellen sind vergeben. Vereinzelt suchen Unternehmen aber noch Ferienjobber.

Wer gerne kellnert, kann sich beim Eiscafé Mattiuzzi in der Beckestraße 1 melden. Dort brauche man nicht nur Kräfte für die Ferien, sondern gerne auch darüber hinaus, war vom neuen Besitzer Vittorio Reale zu erfahren.

Restplätze in der Produktion

Auch die Schwerter Betriebe Hundhausen und die Salzgitter Mannesmann GmbH haben noch Restplätze für Tätigkeiten in der Produktion zu vergeben, so die Personalabteilung. Hundhausen suche explizit für die Zeiträume vom 16. bis zum 27 Juli und vom 13. bis zum 24. August, war dort zu erfahren.

Biotrans in Westhofen könne bei körperlicher Eignung noch einen Ferienjob als Freiräumer vergeben. Allerdings sei die Arbeit körperlich sehr anstrengend, es müssten schwere Gegenstände verräumt werden.

Blumen Risse, Diagramm Halbach, das Gartencenter Pötschke, Kältetechnik Schrezenmaier, Noweda, die Schwerter Orchideenzucht und Ültje haben ihre Planung für diesen Sommer bereits abgeschlossen und alle Ferienjobs vergeben. Im nächsten Jahr können sich Schüler allerdings frühzeitig am Jahresanfang wieder auf die begehrten Stellen bewerben.

Manche, die früher Jobs für Schüler im Angebot hatten, bieten heute keine mehr an. Der Sprecher eines Schwerter Unternehmens, dass namentlich nicht genannt werden möchte, erklärte: Man habe schlechte Erfahrungen mit Schülern gemacht. „Da haben wir keine Nerven für, Zuverlässigkeit und Ernsthaftigkeit lassen bei den Jugendlichen stark zu wünschen übrig“, do der Mitarbeiter.

„Aufwand zu groß“

Anderenorts steht das Gesetz dem Ferienjob im Wege. Für die Supermärkte Rewe und Kaufland ist es aufgrund der Arbeitszeiten bis 22 Uhr und durch den Verkauf von Alkohol und Zigaretten schwierig, Minderjährige einzustellen. Auch sei der Aufwand zu groß, denn es würde einige Wochen dauern, bis die jungen Mitarbeiter überhaupt eingearbeitet seien und dann wären die Ferien ja fast schon wieder vorbei, so die zuständigen Mitarbeiter.

„Da Ferien sind ist man eher nach dem Motto ‚Ich hab endlich frei‘ unterwegs.“, sagt Charlotte Gronarz, die in die 8. Klasse des Friedrich-Bährens-Gymnasiums geht. Sie möchte den Sommer lieber genießen, anstatt zu arbeiten. Anders sehen das zwei Schülerinnen vom Ruhrtal-Gymnasium. „Ich habe schon mal drüber nachgedacht, mir einen Ferienjob zu besorgen, um mein Taschengeld aufzustocken. Aber im Klausurenstress ist die Jobsuche dann untergegangen. Vielleicht im nächsten Jahr.“, berichtet die Eine. Ihre Freundin jobbt während der Schulzeit als Babysitterin und meint: „In den Ferien bin ich viel im Urlaub. Da klappt das leider nicht.“

Gesetzliche Bestimmungen: Wer nicht mindestens 13 Jahre alt ist, darf gar keinen Job annehmen. Bis 14 Jahren ist es Schülern gesetzlich erlaubt maximal zwei Stunden täglich zu arbeiten. Ab 15 Jahren dürfen Schüler vier Wochen im Jahr acht Stunden täglich bei einer Fünf-Tage-Woche arbeiten. Auch die Arbeitszeiten sind von 6 Uhr morgens bis maximal 20 Uhr begrenzt. Ab 18 Jahren sind 50 Arbeitstage jährlich möglich. Dann hat man auch einen Anspruch auf den Mindestlohn. Achtung: Wenn der Schüler mehr als 8004 Euro im Jahr verdient, ist das Kindergeld in Gefahr. Und für Schüler lohnt sich die Steuererklärung fast immer, denn sie bekommen meist den Großteil ihrer Steuern am Jahresende zurückgezahlt.