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Bahnhofstraße wird asphaltiert - Totalsperrung

Umbau der Bahnhofstraße in Schwerte

Der Umbau der Bahnhofstraße in Schwerte hat die Händler schon Nerven gekostet. Jetzt geht die Sanierung in die Endphase und es kommt noch dicker.

Schwerte

von Heiko Mühlbauer

, 20.04.2018
Bahnhofstraße wird asphaltiert - Totalsperrung

Am 26. und 27. April wird die Bahnhofstraße komplett gesperrt. © Heiko Mühlbauer

Mit einer Totalsperrung endet der erste Bauabschnitt des Umbaus der Bahnhofstraße. „Am Donnerstag und Freitag, 26. und 27. April, wird der Bereich zwischen Postplatz und Gasstraße komplett gesperrt, das heißt auch für den Lieferverkehr und für Radfahrer“, erläutert Stadtsprecher Alexander Nähle. An diesen beiden Tagen erhalte die Straße die letzte Asphaltschicht und sei daher nicht passierbar. Nur Fußgänger können weiterhin dort hergehen.

Im Anschluss muss noch der obere Bereich der Baustelle, von der Gasstraße Richtung Bahnhof, gemacht werden. Bevor der Umbau der Straße komplett fertig ist.

„Das Ordnungsamt hat eine Genehmigung für die Sperrung der Straße bis zum 31. Mai erteilt“, so Stadtsprecher Nähle. Bis dahin sollte dann alles abgeschlossen sein.

Bauarbeiten dauern länger als geplant

Die Langzeitbaustelle dauerte länger als erwartet. Denn zunächst war man im vergangenen Jahr auf böse Überraschungen im Untergrund gestoßen. An einigen Stellen hatte man vor Jahrzehnten den Straßenbelag direkt auf das ehemalige Kopfsteinpflaster aufgebracht, in vielen Bereichen auf einen Unterbau verzichtet. Ein großer Teil des Unterbaus der Straße musste deshalb neu mit Schotter aufgebaut werden.

Als alles wieder im Zeitplan schien, kam die Frostperiode im Februar, die die Arbeiten erneut verzögerte. Jetzt scheint zumindest das Wetter kein Hindernis mehr zu sein.

Belastung für Händler und Anwohner

Die belasteten Händler werden aufatmen. Auch wenn die zweitägige Sperrung noch einmal eine Belastung sein wird, hatte man doch gemeinschaftlich für diese Lösung votiert. „Die Stadt hatte uns mitgeteilt, dass ohne fertigen Straßenbelag und die Bauabnahme kein Autofrühling und kein Streetfoodmarkt möglich sind“, erklärt Bernhard Druffel von der Interessengemeinschaft Bahnhofstraße, die sich aus Händlern und Hausbesitzern zusammensetzt.

Auf diese beiden Veranstaltungen sei man aber dringend angewiesen. „Wir brauchen diese Tage, um wieder starten zu können“, so Druffel.

Premiere: Streetfoodmarkt am 17. Mai

Der Streetfoodmarkt soll am 17. Mai seine Premiere feiern und ab da immer am 3. Donnerstag im Monat stattfinden. Acht Anbieter – später vielleicht auch noch mehr – sollen dann von 16 bis 22 Uhr draußen frisch zubereitete Speisen anbieten.

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Ein Hauptbetreiber organisiert den Markt, sorgt für Sitzgelegenheiten und Toilettenwagen. Orientiert ist das Ganze an einer Veranstaltung in Holzwickede, die sich als Publikumsmagnet erwiesen habe.

Autofrühling und verkaufsoffen am 6. Mai

Der Autofrühling, der im vergangenen Jahr dem Umbau der Straße zum Opfer fiel, kehrt bereits am 6. Mai in die Bahnhofstraße zurück. Verknüpft ist er mit dem zweiten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr in Schwerte. Traditionell nutzen die Autohändler dann die Bahnhof- und die Rathausstraße, um neue Modelle vorzustellen.

Am 21. Juni findet der zweite Streetfoodmarkt statt. „Er soll mit der offiziellen Eröffnung der Bahnhofstraße einhergehen“, so Druffel. Bis dahin, so habe die Stadt ihnen versprochen, sei die Straße auf jeden Fall fertig.

Bahnhofstraße bekommt keinen Eingangsbogen

Vom Tisch ist indes das Thema „Eingangsbogen für die Bahnhofstraße“. Die Interessengemeinschaft hatte ursprünglich geplant, einen Bogen auf Höhe der Sparkasse zu errichten, der zum einen auf die neue Flaniermeile hinweist, zum andren mit Transparenten für die jeweils nächste Veranstaltung bestückt werden könne.

„Wir haben uns das von einem Architekten modellieren lassen und es dann wieder verworfen“, so Druffel. Zum einen habe der Bogen den Blick auf die Beleuchtung und die Lichtbäume versperrt, zum anderen seien die Transparente nur mit einem Hubsteiger auswechselbar gewesen. „Das heißt, wir hätten neben den Baukosten noch einmal Geld für jeden Transparentwechsel in die Hand nehmen müssen“, so Druffel.

Auf einer Länge von 280 Metern wird die einstige Zufahrtsstraße zu einer Art Boulevard umgestaltet. Die Baufläche beträgt 4500 Quadratmeter. Davon werden 1850 Quadratmeter Fahrbahn asphaltiert. 2500 Quadratmeter Gehweg sowie 350 Quadratmeter Parkfläche erhalten Pflaster. Die Gesamtkosten sind auf 1,7 Millionen Euro veranschlagt, davon entfallen rund 1,3 Millionen Euro auf den Tiefbau. Den Rest verursachen Ingenieurleistungen, Gutachten und Beleuchtung.