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Streit um Pflegekinder

SCHWERTE Der Rummel überrollte die Mitarbeiter des Jugendamtes am Mittwoch völlig. In einer großen Boulevardzeitung forderten Pflegeeltern, ein Geschwisterpaar nicht auseinanderzureißen. Und in der Folge meldeten sich TV-Sender und Journalisten aus der gesamten Region.

Der Hintergrund: Die beiden Pflegekinder im Alter von zwei und dreidreiviertel Jahren waren aus schwierigen sozialen Verhältnissen vor einem Dreivierteljahr dem Pflege-Ehepaar (56 und 53 Jahre) anvertraut worden. Die beiden sind in der Bereitschaftspflege tätig und sollten die Kinder betreuen, bis eine endgültige Lösung gefunden worden ist.

Nicht gemeinsam

Die Pflegeplätze sind jetzt gefunden. Allerdings sollen die Geschwister in verschiedene Familien kommen. Sowohl die Pflegeltern als auch Nachbarn wandten sich an die Öffentlichkeit, um das zu verhindern. Und zumindest einen geplanten Übergabetermin der Kinder am Dienstagvormittag konnten die Pflegeeltern abwenden. Jetzt landet der Streit vor dem Familiengericht.

Kindeswohl

„Ich kann und darf zu den Einzelheiten da nichts sagen“, betonte Dezernent Hans-Georg Winkler gestern und verwies auf den sensiblen Datenschutz, gerade bei Pflegeangelegenheiten. Allerdings betonte er, dass es nachvollziehbare Gründe für die Entscheidung des Jugendamtes gebe. Und die seien im Wohl der Kinder begründet.

Eine Erklärung, die zumindest die Nachbarn nicht nachvollziehen können. Die Kinder seien unzertrennlich und würden sich gemeinsam so wohlfühlen, betonen sie.

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