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Beschwerden über Schwerter Bushaltestelle

Neuer Busbahnhof wird ausgebessert

Schwerte Mit dem Umbau des Bahnhofes in Schwerte wurde auch ein neuer Haltepunkt für die Fern- und Reisebusse geschaffen. An dem gibt es viel Kritik. Die Stadt hat inzwischen Licht und Schilder versprochen.

Neuer Busbahnhof wird ausgebessert

Fern- und Reisebusse sollen bei den Park&Ride-Parkplätzen halten. Foto: Foto: Manuela Schwerte

Seit Ende August 2017 gibt es eine neue Haltestelle für Reise- und Fernbusse: An der Margot-Röttger-Rath-Straße hinter der Einfahrt zu den Supermärkten Rewe und Aldi. Mit dem Umbau des Bahnhofes und der Erweiterung der Park&Ride-Parkplätze ist dort ein neuer Platz für Reise- und Fernbusse entstanden. Der zentrale Omnibusbahnhof direkt am Bahnhof steht nicht für den Reise- und Fernbusverkehr zur Verfügung. Und diese neue Haltestelle sorgt laut Jürgen Paul, Vorsitzender der Schwerter Senioren-Union, für viel Ärger: „Über die neue Haltestelle haben sich bereits viele Bürger beschwert“, erzählt Paul. Allerdings nicht beim Beschwerdemanagement der Stadt.

Unzufrieden mit der neuen Haltestelle ist unter anderem Gisela Henkel: „Ich organisiere seit Jahren Tagesreisen und Touren über mehrere Tage für den TV Jahn Rot-Weiß Schwerte. Aus meiner Sicht ist die neue Haltestelle in der Margot-Röttger-Rath-Straße unzumutbar.“

Ihre Argumente:

  • Die Entfernung vom eigentlichen Bahnhofseingang ist mit etwa 400 Metern zu groß, insbesondere, wenn man Gepäck bei sich hat.
  • Es ist an dem Platz viel zu dunkel, er ist zu wenig beleuchtet und zu einsam gelegen.
  • Der Platz ist zu ungemütlich und somit optisch kein Aushängeschild für Schwerte.
  • Vor dem gegenüberstehendem Glascontainer liegen oft Glasscherben, die weder einen schönen Eindruck hinterlassen, noch gut sind für die Reifen der Busse.
  • Der Busparkplatz ist für die Busfahrer schwierig anzufahren, insbesondere, wenn der letzte Autoparkplatz vor dem Busparkplatz belegt ist.
  • Der Wendehammer bietet nicht genügend Platz zum Wenden.

Kapazitäten erreicht

Das sieht Jürgen Paul ganz genauso: „Ich verstehe nicht, wieso beim Umbau des Bahnhofes dort keine Plätze mehr für die Fern- und Reisebusse geschaffen wurden.“ Auch ein Gespräch mit dem Ordnungsamt habe zu nichts geführt. Zur Klärung war Paul bei einem verwaltungsinternen Termin mit dem Ordnungs- und Planungsamt.

Die Vermutung, die Plätze für die Fern- und Reisebusse seien bei dem Umbau des Bahnhofes schlichtweg vergessen worden, weist Alexander Nähle, Pressesprecher der Stadt, entschieden zurück: „Die Kapazitäten am Bahnhof waren erreicht, das wurde vorher alles geprüft und besprochen. Es gab keine Möglichkeit, dort noch Parkplätze für Fern- und Reisebusse zu bauen.“

Unzumutbare Haltestelle

Besonders für ältere Menschen sei die neue Haltestelle eine Zumutung, sagt Paul: „Die fühlen sich auf dem Platz, wenn es dort dunkel ist, sehr unwohl und müssen jedes Mal noch einen weiten Weg auf sich nehmen, um wieder zum Bahnhof zu kommen.“ So mussten auch die Ausflügler der Schwerter CDU-Senioren-Union für ihre Tagesfahrt am Donnerstag die Strecke zum Bushalt an der Margot-Röttger-Rath-Straße zurücklegen. „Ich bedauere es sehr, dass die Seniorinnen und Senioren den Weg vom Bahnhof, Busbahnhof oder Taxistand bis zum Reisebushalt auf sich nehmen müssen, kann ihnen aber leider keine andere Alternative anbieten“, bedauerte Jürgen Paul vor der Reise.

Gisela Henkel hat auch einen Lösungsvorschlag: „Aus meiner Sicht gibt es am Bahnhof Möglichkeiten und sei es nur, einen Teil der großzügigen Fußgängerfläche mit einem entsprechenden Untergrund zu versehen. Nachbessern ist zwar ärgerlich, aber besser, als wenn sich Schwerter Bürger jedes Mal neu ärgern und frustriert sind.“

Dunkelheit bekämpfen

Ein Versprechen, um die Dunkelheit an der neuen Haltestelle zu bekämpfen, hat Alexander Nähle: „An der neuen Haltestelle wird demnächst ein Wartebereich mit Beleuchtung eingerichtet.“

Jürgen Paul wünscht sich zudem, dass besser auf die neue Haltestelle hingewiesen wird: „Das angebrachte Hinweisschild ist viel zu klein. Viele Busfahrer und Mitfahrer sind über den neuen Halteplatz noch gar nicht informiert. Dann sollte man an dem Bahnhofsvorplatz zumindest ein großes Hinweisschild anbringen.“

Dass große und offensichtliche Hinweisschilder Sinn machen, findet auch Alexander Nähle: „Die neue Haltestelle sollte gut ausgeschildert sein, die Schilder werden wir überprüfen und die Erkennbarkeit verbessern.“

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