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Prozess gegen Einbrecherbande aus Schwerte

Einbrecher gestehen 20 Beutezüge: „Wir brauchten Geld“

Schwerte/Hagen Vier Mitglieder einer Einbrecherbande aus Schwerte sollen mindestens 20 Mal in Schwerte und Dortmund auf Beutezug gegangen sein. Vor Gericht gab es jetzt ein erstes Geständnis. Eine 17-Jährige habe bei den Einbrüchen eine besonders wichtige Rolle gespielt.

Einbrecher gestehen 20 Beutezüge: „Wir brauchten Geld“

Die Einbrecherbande muss sich vor dem Landgericht Hagen verantworten. Foto: Foto: dpa

Mit einem weitgehenden Geständnis hat vor dem Hagener Landgericht der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer Einbrecherbande aus Westhofen begonnen. Der 27-jährige mutmaßliche Kopf der Gruppe gab die Beteiligung an mindestens 20 Beutezügen im Herbst 2017 zu. „Wir brauchten Geld“, sagte er.

Mit seiner Aussage versucht der 27-Jährige offenbar, zu retten, was noch zu retten ist. Schon im Vorfeld der Verhandlung hatten alle vier Verteidiger das Gespräch mit dem Gericht und der Staatsanwaltschaft gesucht. Danach stand fest, dass nur noch ein Geständnis den 27-Jährigen vor einer langjährigen Haftstrafe bewahren kann. Doch auch so haben ihm die Richter immerhin eine Strafe von vier bis sechs Jahren in Aussicht gestellt.

Beim Elsebad nach Einbruchsobjekt gesucht

Der Hauptangeklagte berichtete am Mittwoch, wie die Idee zu den nächtlichen Einbrüchen bei einem Treffen in Westhofen geboren wurde. „Wir haben uns unterhalten und festgestellt, dass wir alle Geld brauchten“, sagte er. Mit den Rädern sei man schließlich durch die Gegend gefahren und habe im Bereich des Elsebades nach einem lohnenswerten Einbruchsobjekt gesucht.

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Zwei Garagen wurden schließlich geknackt, und zumindest in einer fanden die Einbrecher ziemlich viel Werkzeug. „Wir haben die Sachen anschließend verkauft. Ich glaube, wir haben dafür 500 Euro gekriegt.“

Einbrüche auch in Dortmund

Kurze Zeit später verlagerten die Bandenmitglieder ihr Einsatzgebiet auch in den Dortmunder Süden. Dort brachen sie in Restaurants ein oder knackten die Tür eines Möbelgeschäfts. Bei einer Tat ließen sie gleich auch einen Autoschlüssel und anschließend das dazu passende Gefährt mitgehen. „Für ein Auto hatten wir aber keinen Abnehmer“, so der 27-Jährige. Die Gruppe habe das Fahrzeug deshalb für sich und die nächtlichen Touren verwendet.

Die mitangeklagte 17-jährige Jugendliche bezeichnete der Mann dabei als „ziemlich wichtig“. Allerdings nicht, weil sich die junge Frau tatkräftig an den Einbrüchen beteiligt hätte. Nein, es sei alleine gut gewesen, sie dabei zu haben. „Mit einer Frau auf dem Beifahrersitz wird man nachts nicht kontrolliert“, so der 27-Jährige.

Den mutmaßlichen Mittätern stellte das Gericht Bewährungsstrafen beziehungsweise Haftstrafen von maximal viereinhalb Jahren in Aussicht.

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