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St. Marien will viele Schwerter Akteure an einen Tisch holen

Ein neues Netzwerk für die Jugend

Schwerte Die Jugend von heute: Wie ist sie, was braucht sie? Wovon träumt sie? Was fehlt ihr? Die Pfarrgemeinde St. Marien wollte es genau wissen. Jetzt liegen Ergebnisse einer Umfrage unter Jugendlichen vor.

Ein neues Netzwerk für die Jugend

Mit diesem Logo will das Netzwerk an den Start gehen. Foto: Anja Brunsmann

Die Gemeinde hat gemeinsam mit dem Zentrum für angewandte Pastoral (ZaP) an der Ruhr-Universität Bochum eine wissenschaftlich untermauerte Umfrage unter Schwerter Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation in Schwerte gemacht. Nun wird die Gemeinde federführend beim Aufbau eines Netzwerkes „Jugend.in.Schwerte“ sein. Alle Dienststellen, Vereine und Verbände, die in Schwerte in der Jugendarbeit tätig sind, sind für Montag, 14. Mai, 18 Uhr, ins Pfarrheim St. Marien eingeladen.

Jeweils 90 Minuten sind die jungen Menschen von Beauftragten der Gemeinde und mit Unterstützung des ZaP interviewt worden. Befragt wurden auch Lehrer, Sozialarbeiter, Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung und Vertreter von Sport- und Kulturvereinen. Die Studie über die Lebenssituation von Schwerter Jugendlichen soll am 14. Mai in großer Runde vorgestellt und diskutiert werden. Dazu sind nicht nur alle bisher schon Beteiligten eingeladen, sondern alle Gruppen und Einzelpersonen, die sich für das Thema interessieren und die für sich einen Platz in diesem Netzwerk sehen – zum Beispiel Sportvereine.

„Lebenskönnerschaft“

Auf der Basis von Erkenntnissen ganz nah an der Situation der Betroffenen soll das Netzwerk „Jugend.in.Schwerte“ gegründet werden. Projektleiterin auf Seite der Schwerter Pfarrgemeinde ist Gemeindereferentin Eva Mehrens. Sie erklärt: „Ziel des Netzwerkes ist es, Jugendliche in Schwerte dabei zu unterstützen, fit für ihr Leben und die Herausforderungen des Erwachsenseins zu werden.“ Die Umfrage habe gezeigt, dass viele Jugendliche Zukunftsängste und Zweifel an ihrem weiteren Lebensweg bedrücken. Mehrens: „Wir wollen sie positiv ins Erwachsenenleben begleiten und haben das beim letzten pastoralen Erneuerungsprozesses der Pfarrgemeinde ,Lebenskönnerschaft‘ genannt. Unter diesem Aspekt sollen neue Formen der Jugendarbeit entstehen.“

Die Umfrage von ZaP und Gemeinde hat übrigens ergeben, dass es im Bereich Bildung und Freizeit kaum Zusammenarbeit von Akteuren gibt. Zentrale Themen für junge Menschen zwischen 15 und 25 seien neben Schule und Ausbildung ihre sozialen Beziehungen und ihre Gesundheit. Und der wichtigste Ansprechpartner und Ankerpunkt in ihrer Suche nach Anerkennung und Orientierung seien die Eltern. Die will Eva Mehrens deshalb unbedingt bei vielen Angeboten mit ins Boot holen.

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