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Diese Kita und diese Schule in Schwerte erhalten je 2500 Euro

Medienhaus Lensing Hilfswerk

Was lässt sich Gutes tun mit 5000 Euro? Welche Projekte an Kindergärten und Schulen in Schwerte erhalten Geld vom Hilfswerk unseres Medienhauses? Die Gewinner: Wasser und Tablets.

Wandhofen, Westhofen

von Björn Althoff, Reinhard Schmitz

, 13.07.2018
Diese Kita und diese Schule in Schwerte erhalten je 2500 Euro

Große Freude – nicht nur bei den Mädchen und Jungen in der Kita, sondern auch bei Leiterin Katrin Hummelsiep (vorn r.) sowie bei Jennifer Kioscha (hinten l.) und Kerstin Abel (r.) vom Förderverein: Ruhr-Nachrichten-Redakteur Björn Althoff übergab den Scheck für die Wasserspielstraße. © Bernd Paulitschke

Gewinner Nummer 1: städtische Kita in Wandhofen

„Es gibt hier ja dieses riesengroße Außengelände mit Spielhäuschen und Schaukel und Rutschen“, schwärmt Jennifer Kioscha, die Vorsitzende des Fördervereins, von der städtischen Kita in Wandhofen, „aber es fehlt im Endeffekt noch etwas mit Wasser.“ Deshalb schickten Kioscha und ihre Stellvertreterin Kerstin Abel eine Bewerbung an das Medienhaus Lensing Hilfswerk. In der Hoffnung, bei „Wir helfen in Schwerte“ zu den Preisträgern zu gehören.

Der Wunsch aus Wandhofen überzeugte die Jury. Und so konnte Kita-Leiterin Katrin Hummelsiep nun einen Scheck über 2500 Euro entgegennehmen.

Was genau soll angeschafft werden?

Hummelsiep holt eine Kopie aus einem Katalog und zeigt, was genau gekauft werden soll für das Geld, das der Förderverein noch mal aufstocken will: „eine kleine Wasserspielstraße aus stabilem Holz. Was verlockend ist: Die Kinder können hier oben selbst Wasser in einen Behälter gießen und können dann an einer Öffnung drehen. Dann fließt das Wasser über drei Etagen hinunter und dann ganz unten im Becken ab. Das heißt: Die Kinder sehen auch den Verlauf, den das Wasser geht.“

Dieses Naturnahe sei etwas, das gut zum Konzept der Kita passe, wie Hummelsiep unterstreicht: „Das Draußenspielen ist doch eigentlich das Schönste. Da kommt kein Gebäudeteil, keinen Innenraum mit.“ Außerdem sei das Draußenspielen enorm gut für die Entwicklung: „Wir sind alle total gerne draußen.“

Was sind die Vorteile bei diesem Modell?

Die Wasserstraße mit dem Namen „Outlast Kaskade“ habe viele Vorteile, so Hummelsiep. Man muss nicht extra einen Wasseranschluss dorthinlegen. Kinder aller Altersgrößen hätten etwas davon. Die Mädchen und Jungen können alles selbst ausprobieren und bedienen. Sie können Steine, Sand und andere Dinge, die sie im Kita-Garten finden, in die Wasserspielstraße legen und losmatschen. Und wenn der zwei bis drei Meter lange Holztisch dann leer und ungenutzt ist, lässt er sich problemlos wegtragen. Im Winter kann er deshalb auch nach drinnen.

Bis die kalte Jahreszeit kommt, ist es aber noch lange hin. Bis dahin gilt das, was die Fördervereins-Vorsitzende Kioscha unterstreicht: „Kinder und Wasser und Matschen – das ist einfach das Tollste, was es gibt.“

Diese Kita und diese Schule in Schwerte erhalten je 2500 Euro

Die Schüler der Reichshofschule jubelten, als Ruhr-Nachrichten-Redakteur Reinhard Schmitz (l.) den Spendenscheck überbrachte. © Foto: Manuela Schwerte


Gewinner Nummer zwei: Reichshofschule in Westhofen

Wenn die Lehrerin bald den Tablet-Wagen ins Klassenzimmer schiebt, verteilt sie handliche Computer. Jeder Schüler kann dann an einem eigenen Rechner ans Recherchieren von Informationen und Gestalten von Präsentationen gehen.

Noch ist das ein Zukunftstraum an der Reichshof-Grundschule in Westhofen, sieht der Unterrichts-Alltag anders aus. Wenn sie ins Internet gehen wollen, stapfen die Mädchen und Jungen zum Computerraum im Obergeschoss hinauf. Jeweils zu zweit müssen sie sich dort einen der Rechner teilen. Ein Sammelsurium verschiedener Fabrikate, die auch nicht mehr gerade zu den neuesten Modellen zählen.

„Da kann man keine Apps draufladen“, berichtet Doreen Harnischmacher, Vorsitzende des Fördervereins der Schule. In der jüngsten Sitzung habe man deshalb beschlossen, den Tablet-Wagen anzuschaffen, in dem die Rechner nicht nur diebstahlsicher aufbewahrt, sondern gleichzeitig auch aufgeladen werden können. Die Bezirksregierung in Arnsberg sei dem Verein bei der digitalen Ausstattung zu langsam unterwegs: „Deshalb wollen wir das selbst in die Hand nehmen.“


Was genau soll angeschafft werden?

Ein ganzer Klassensatz – rund 25 Geräte – muss angeschafft werden, damit jedes Kind einen eigenen Rechner vor sich auf der Bank liegen haben kann, rechnet Doreen Harnischmacher vor. Die Hälfte der für das Projekt benötigten rund 10.000 Euro seien schon gesammelt. Einen weiteren großen Schritt voran brachte es das Hilfswerk des Medienhauses Lensing mit einem 2.500-Euro-Scheck, der am Dienstag übergeben wurde.

„Bei der nächsten Fördervereins-Sitzung vor den Herbstferien werden wir klären, wo das restliche Geld herkommt“, erklärt die Vorsitzende voller Zuversicht.


Was genau sind die Vorteile dieses Projektes?

Schon im nächsten Schuljahr sollen die dann 218 Schüler aller vier Jahrgänge von der Digitalisierung profitieren. An dem bestehenden Medienkonzept werde weiter gearbeitet, berichtet Rektorin Annette Jungholt: „Wir brauchen jetzt noch WLAN – aber das ist Sache der Stadt.“ Nur so können die Tablets sich überall im Gebäude ins Internet einloggen oder auch mit dem sogenannten Whiteboard – der elektronischen Form der guten, alten Kreidetafel – verbinden. Dort sollen die Kinder künftig ihren Kameraden groß präsentieren können, was sie an ihrem Rechner erarbeitet haben.

In Sachen Medienarbeit hat die Reichshofschule schon seit 20 Jahren die Nase vorn. „Ich glaube, wir waren die erste Schule, die Computer hatte“, sagt Annette Jungholt. Die seien das Steckenpferd eines Lehrerkollegen gewesen: „Er hat selber Kabel verlegt.“

  • Was kann man Gutes tun mit 5000 Euro? An welchen Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen gibt es Projekte, die man unterstützen kann?
  • Diese Frage steht über der Aktion „Wir helfen in Schwerte“, die das Medienhaus Lensing Hilfswerk in diesem Jahr zum zweiten Mal startete.
  • Neun Kitas und Schulen bewarben sich – mit ganz unterschiedlichen Projekten. Eine Jury wählte dann zwei Projekte aus.
  • Das Medienhaus Lensing Hilfswerk bündelt das soziale Engagement der Ruhr Nachrichten.