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A45 wird dreispurig ausgebaut

Die nächste Dauerbaustelle für Schwerte

Schwerte Hagen hat seinen „Millionen-Blitzer“ auf der A45 vor dem Brückenprojekt Lennetal. 2022 sollen die Bagger weiterziehen Richtung Westhofener Kreuz. Erhält Schwerte dann eine ähnliche Einnahmequelle?

Die nächste Dauerbaustelle für Schwerte

Den geplanten „Überflieger“ im Westhofener Kreuz zeigt die Visualisierung von Straßen NRW. Die Überführungsrampe leitet den Verkehr von der A1 aus Bremen direkt weiter auf die A45 nach Frankfurt. Foto Schmitz

Was kommt für die Schwerter noch sicherer als der nächste Winter? Na klar, die nächste Großbaustelle auf den Straßen. Kaum wird es Ernst mit dem Ausbau der Hörder Straße am Freischütz und sind Pläne für die Neukonstruktion der Autobahnbrücke Block Heide vorgestellt, da lässt der Landesbetrieb Straßen NRW die nächste Katze aus dem Sack: Die Autobahn 45 soll zwischen dem Autobahnkreuz Hagen und dem Westhofener Kreuz um eine dritte Fahrspur erweitert werden. Für den Start der Maßnahme ist das Jahr 2022 angepeilt, die Fertigstellung 2028.

Abschnitt am höchsten belastet

„Das ist der höchstbelastete Abschnitt der A45“, erklärte Karl-Hermann Metz, Projektgruppenleiter bei der Niederlassung Südwestfalen (Netphen) am Donnerstagabend bei einer Bürgerinformation in der Rohrmeisterei. Die Prognose für 2030 erwarte dort täglich über 100.000 Fahrzeuge. Diese Belastung zu bewältigen, soll nicht nur die dritte Fahrspur nach Dortmund (die Gegenrichtung nach Frankfurt ist bereits dreispurig) helfen. Im Westhofener Kreuz soll außerdem eine Überführungsrampe, ein sogenannter „Überflieger“, das direkte Abbiegen von der A1 aus Bremen auf die A45 nach Frankfurt ermöglichen.

Insgesamt 222,2 Millionen Euro (ohne die Kosten für die schon zur Hälfte fertiggestellten großen Lennetalbrücke in Hagen) sind für den Ausbau der gerade mal 9,26 Kilometer langen Strecke veranschlagt. Denn die hat es ins sich. 17 Brücken über Flüsse, Straßen und Eisenbahnen müssen zum überwiegenden Teil neu gebaut werden – darunter auch die Talbrücke Rettelmühle in Westhofen und die Ruhrtalbrücke nach Ergste.

Lärmschutzwand in Westhofen wird 8 Meter hoch

Doch auch der Lärmschutz, geplant nach den Kriterien wie bei einem vollständigen Neubau, wird 17,3 Millionen Euro verschlingen. Beispielsweise wird in Westhofen die Lärmschutzwand von 4,50 auf 8 Meter erhöht. „Das ist schon ein Monster, das da steht“, sagte Andreas Timmermann vom beauftragten Planungsbüro für Lärmschutz (Senden). Dadurch würden aber die geforderten Grenzwerte eingehalten – auch wenn man die Autobahn noch höre. Karl-Hermann Metz versprach sogar eine „deutliche Verbesserung der derzeitigen Situation“.

Keine Wand bekommt der Überflieger. Auf der Rampe soll Tempo 80 für die erwarteten 18.000 Fahrzeuge am Tag ausreichen, um den Lärm im Rahmen zu halten. Besucher Dirk Neßler bezweifelte aber, dass sich Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Dann sei ganz schnell eine Überwachungsanlage da, wusste Planer Timmermann von einem Beispiel aus Münster: „Da kann man viel Geld mit verdienen.“

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