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Einstimmig

Raesfelder Rat stimmt für Haushalt 2018

Raesfeld Den Haushaltsentwurf für 2018 mit einem Fehlbetrag von 850.000 Euro hat der Raesfelder Rat am Montagabend einstimmig beschlossen. Rupert Koller kündigte in seiner mittlerweile zehnten Haushaltsrede an, den UWG-Fraktionsvorsitz im kommenden Jahr aus beruflichen Gründen abzugeben.

Raesfelder Rat stimmt für Haushalt 2018

Der Rat stimmte dem Haushalt 2018 einstimmig zu. Foto dpa Foto: picture alliance / Federico Gamb

Zentrales Thema der Haushaltsreden aller Fraktionsvorsitzenden war das geplante Dorfentwicklungskonzept. „Das wird uns 2018 am stärksten beschäftigen“, vermutete Karl-Heinz Tünte (CDU). Es gelte, die Bürger früh zu beteiligen, darin waren sich alle vier Redner einig. Einen „Papiertiger“ wolle man verhindern, sagte Koller. „Wir wollen nicht wissen, wie andere unser Dorf entwickeln oder was anderswo passiert. Wir wollen auf uns schauen: Was ist uns, den Bürgern im Dorf, all seinen Ortsteilen und Siedlungen wichtig?“

Am Erler Kirchring, so Klaus Rybarczyk (SPD), sei der dörfliche Charakter durch den Bau funktionaler Gebäude bereits verflogen. Ähnliches gelte für den Froschbrunnenplatz. Dieser habe eine Umgestaltung beispielsweise dringend nötig, sagte Koller: „Wir brauchen wieder einen echten Mittelpunkt, einen Dorfkern, Marktplatz mit Aufenthaltsqualität.“

Korrektiv

Holger Lordieck (Grüne) dankte, „auch wenn ich mich jetzt vielleicht aufs Glatteis begebe“, der Bürgerinitiative „Rettet Aelkes“ für ihre Arbeit. „Ein Korrektiv ist immer von Vorteil.“ Dennoch versuche er, in der Ratsarbeit immer das Wohl aller im Auge zu behalten, und bitte darum, dies zu verstehen: „Verlangen Sie nicht Unmögliches von den Ratsmitgliedern!“

Die CDU wolle eine Digitalisierungsoffensive anstoßen, kündigte Tünte an: „Die Digitalisierung soll den Menschen das Leben in der Gemeinde erleichtern.“ Koller fragte, warum nicht auch Geschäftsleute diese Möglichkeit für sich nutzten. Vielleicht gelte es, über eine gemeinsame Plattform nachzudenken: „Von Raesfeldern für Raesfelder. Das könnte eine neue Marke werden.“ Er forderte zudem einen Ansprechpartner für Unternehmer im Rathaus.

Auch wenn die Grünen weiterhin für die Ausweisung von Gewerbe- und Wohnbauflächen seien, sagte Lordieck, benötige man eine Analyse, welche Vor- und Nachteile die Raesfelder Siedlungspolitik habe. Zudem gelte es, Einsparpotenzial bei öffentlichen Gebäudeflächen zu finden.

Günstiger Wohnraum

Rybarczyk verwies auf den SPD-Antrag zur Entwicklung eines Mehrgenerationen-Treffs und forderte diesen, unabhängig vom Dorfentwicklungskonzept, umzusetzen. Zudem müsse die Gemeinde angesichts der auseinandergehenden Schere von Arm und Reich günstigen Wohnraum anbieten. „Wenn die Gemeinde nicht selber Bauträger sein will, bietet sich als Ausweg ein Genossenschaftsmodell an“, sagte Rybarczyk und nannte in diesem Zusammenhang die Gemeinde Nordkirchen. Tätig werden müsse Bürgermeister Andreas Grotendorst an der Kreuzung Silvesterstraße/Suendarper Weg. Rybarczyk: „Die Kreuzung stellt einen Gefahrenpunkt dar, was Ihnen die Vertreter aller Fraktionen wiederholt deutlich gemacht haben.“

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