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380-kV-Leitung

Landwirte in Sorge um ihre Böden

RAESFELD Wird das Erdkabel der 380-kV-Leitung das Wachstum der Pflanzen darüber beeinträchtigen? Das ist eine der Fragen, die bei dem Pilot-Projekt in Raesfeld untersucht werden. Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, informierte sich am Freitag über das Erdkabelprojekt.

Landwirte in Sorge um ihre Böden

Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Andreas Grabe (Bodenkundliche Bauleitung), Martin Tesing (Erster Beigeordneter Raesfeld), Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband) und Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion).

Zum ersten Mal wird in Deutschland ein 3,4 Kilometer langer Abschnitt einer Höchstspannungsleitung (380 kV) als Erdkabel verlegt. „Wir Landwirt sind betroffen, erheblich betroffen“, mahnt Röring. Das Erdkabel in Raesfeld wird komplett in landwirtschaftlicher Fläche verlegt, die in Zukunft wieder genutzt werden soll. Seit dem Frühjahr bahnt sich eine etwa 40 Meter breite und 3,4 Kilometer lange Schneise durch Raesfelder Wiesen und Felder. „Wir kennen die Auswirkungen noch nicht, es ist ein Pilotprojekt, allerdings ist der Eingriff in den Boden massiv“, stellt Röring fest.

Früh wurden die örtlichen Landwirte mit eingebunden. Der Hof von Bernd Nienhaus liegt in Sichtweit einer der beiden Übergabestationen von Freileitung zum Erdkabel. „Wir haben eine Interessengemeinschaft gegründet“, sagt Nienhaus. Das geht soweit, dass er bei allen Bau-Bespechungen dabei ist. „Die Firmen geben sich Mühe, wir werden als Eigentümer gut informiert“, lautet die erste Bilanz des Landwirts. Dazu gehören auch Baustopps wenn das Wetter zu schlecht ist, um Böden zu schonen. Denn auf eins legen die Landwirte viel wert: „Die bodenschonende Ausführung“.

380-kV-Leitung

Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.   Andreas Grabe (Bodenkundliche Bauleitung),  Martin Tesing (Erster Beigeordneter  Raesfeld), Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband) und Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion).
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Wenn die Leerrohre verlegt sind wird die Baustelle verfüllt und kann in Zukunft wieder landwirtschaftliche genutzt werden.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Die ersten Leerrohre wurden schon verlegt. Das Erdkabel wird ab dem Oktober eingezogen.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Martin Tesing (Erster Beigeordneter  Raesfeld), Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband) und Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion v.l.) auf einer frisch verfüllten Fläche über den Leerrohren.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.   Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband)
Luder Schulze Beiering, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Borken.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Andreas Grabe (Bodenkundliche Bauleitung),  Martin Tesing (Erster Beigeordneter  Raesfeld), Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband) und Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Parallel zum Erdkabelbau werden die Masten für die Freileitung gebaut.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.  Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband), Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion 
) und Ludger Meier (Leiter Betrieb Amprion, v.l.).
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld.  Johannes Röring (Präsident Westfälischer-Lippischer Landwirtschaftsverband) und Ludger Jungnitz (Projektleiter Amprion) und Ludger Meier (Leiter Betreib Amprion , v.r.).
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Ludger Jungnitz, Projektleitung Amprion.
Erstes deutsches Erdkabelprojekt in Raesfeld. Projektleiter Ludger Jungnitz (Amprion)  an der Baustelle. Die ersten Leerrohre sind verlegt.

Ständig mit dabei ist Andreas Grabe von der bodenkundlichen Baubegleitung. Seine Aufgabe ist, die Beschaffenheit des Erdreichs im Auge zu behalten. Der Aushub soll nahezu an gleicher Stelle wieder in den Boden gelangen. Verlegt wird das Erdkabel in vier Leitungssträngen mit jeweils drei Kabeln.

Aktuell werden die ersten Leerrohre verlegt. Ab Oktober sollen die Kabel mit einem Durchmesser von 14 Zentimetern eingezogen werden. Nach Fertigstellung soll das Leitungssystem 4 Gigawatt Leistung übertragen. „Das reicht aus, um vier Millionen Einwohner zu versorgen“, sagt Ludger Meier vom Leitungsbetreiber Amprion. Die Gesamtkosten der 100 Kilometer Leitung (Meppen-Wesel) werden 250 Millionen Euro betragen. Die vier Abschnitte als Erdkabel (12 Kilometer) kosten allein 100 Millionen Euro.

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