Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Am Rosenmontag

Hunderte sollen zum Tanzen auf die Straße

Raesfeld Der Raesfelder Norbert Mümken will möglichst viele Menschen dazu bringen, synchron am Rosenmontag zu tanzen. Die „bekloppte Idee“ hat einen ernsten Hintergrund.

Hunderte sollen zum Tanzen auf die Straße

Die „Country Liners“, eine Line-Dance-Gruppe aus Dorsten, die immer im Schermbecker Pfadfinderheim trainiert, beteiligen sich am „Line-Dance-Street-Flashmob“. Foto: Foto: Helmut Scheffler

„Wir wollen Menschen bewegen.“ Diesen Satz sagt der Raesfelder Norbert Mümken immer wieder, wenn er seine Idee vorstellt: Er und seine Mitstreiter laden zu einem „Line-Dance-Street-Flashmob“ am Rosenmontag in Raesfeld und anderen Städten ein und hoffen, dass möglichst viele Menschen mitmachen. Das Wort „Line Dance“ steht für einen Tanz in Reihen und Linien, meistens zu Country Musik. Als „Flashmob“ bezeichnet man einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf, bei dem Teilnehmer, die sich oftmals nicht kennen, ungewöhnliche Dinge tun. Passieren soll das Ganze auf der Straße, genauer gesagt auf der Weseler Straße/Borkener Straße um 15 Uhr am 12. Februar. Genau zu der Zeit, wenn der Raesfelder Rosenmontagszug eigentlich endet. Auch in Bocholt und Wuppertal wird es solche Flashmobs am selben Tag geben. „Es könnten auch noch andere Städte dazu kommen“, so Mümken.

Hunderte sollen zum Tanzen auf die Straße

Für einen „Line-Dance-Street-Flashmob“ wollen Norbert Mümken (l.) und Reinhard Beyer möglichst viele Menschen am Rosenmontag gewinnen. Durch den Verkauf von Ansteckbuttons soll zudem der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst in Bocholt unterstützt werden. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Vor sieben Jahren gab es bereits einen Line Dance auf dem Raesfelder Rosenmontagszug. „Das waren damals rund 60 Leute, zwei Sparclubs“, erinnert sich Mümken daran, wie viel Spaß ihm und auch anderen damals das Tanzen gemacht hatte. „Viele standen am Rand, die mitmachen wollten.“ 2018 will Mümken dies wiederholen, „aber anders“.

Viel Unterstützung

Er, Beate Bäumer-Messink, Christa Behrendt, Lisa Kromp und Reinhard Beyer wollen möglichst viele Menschen dazu bringen, gleichzeitig zu tanzen. „Wenn wir hier im Ort 500 Leute zusammenkriegen, haben wir alles erreicht“, sagt Reinhard Beyer. Unterstützung haben sie bereits vom Turn- und Sportverein Raesfeld, Zusagen von Niederländern, die mitmachen wollen, von Karnevalsvereinen, „die nur aus dem Grund nach Raesfeld kommen“. Die Country Liners aus Dorsten wollen ebenfalls eine Delegation schicken und „vier Landjugenden haben zugesagt“. Beyer, der den Rosenmontagszug auch moderieren wird, hat insgesamt 120 Vereine angeschrieben: „Und viele private Kontakte“.

Guter Zweck
„Der Spaß an der Geschichte steht im Vordergrund“, sagt Mümken, doch es gibt einen ernsten Hintergrund: Mümken und die Mitorganisatoren verkaufen Ansteckbuttons mit Smiley und der Aufschrift „Ich bin dabei!“ für 3 Euro, wobei der Erlös dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst zugutekommt. Viele Buttons sind bereits verkauft, die es in Raesfeld etwa bei der Bäckerei Spangemacher, Weseler Straße 30, gibt. „Vielleicht gibt es noch jemanden, der die Produktion der Buttons sponsert“, hofft Mümken.

Ihm ist aber wichtig, dass die Aktion nicht nur als Spendenaktion verstanden wird. „Wir wollen Leute bewegen – in mehrfacher Hinsicht.“ Die Menschen sollten schon über das ernste Thema nachdenken, aber Mümken hofft ebenso, auch ausgewiesene Tanzmuffel auf die Straße zu bekommen. Aber ist das Tanzen in der Choreografie nicht schwierig? „Nach einer Stunde kann man den Tanz“, sagt Mümken, „aber dann muss man ihn zwischendurch üben, damit man die Schrittfolge nicht vergisst.“

Lernen kann den Tanz jeder zu Hause. In diesem Video (auch zu sehen auf der Seite www.street-flash.jimdo.com ) gibt es Informationen und ein Video, in dem die Schritte gezeigt werden.

In der Gemeinschaft üben kann man das Ganze am 13. Januar (Samstag) um 12 und 12.45 Uhr in der Mehrzweckturnhalle, Zum Michael. Vorkenntnisse oder Anmeldung sind dort nicht erforderlich, wohl aber Turnschuhe.

Der Ablauf
Am Rosenmontag sollen sich die Tänzer, nachdem die Wagen durch den Ort gezogen sind, um 15 Uhr auf der Weseler Straße ab Hetkamp um die St.-Martin-Kirche herum auf der Borkener Straße postieren. Dann ertönt für knapp eine Minute zum Warmmachen „Cotton Eye Joe“, ein Lied der Rednex aus dem Jahr 1995. Dann erklingt das Lied „Good time“ (Alan Jackson), zu dem dann alle synchron tanzen sollen. Die Schrittfolge nennt sich „Country Walking“. Mümken: „Dann weiß jeder Line-Dancer schon, was er zu tun hat.“

Ob es am Ende vielleicht sogar für einen Rekord reicht, Stichwort „größter Flashmob“, bleibt abzuwarten, ist für Mümken aber auch nicht so relevant. Wie gesagt: „Wir wollen Menschen bewegen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Dorsten/Raesfeld Ein dreister Raub hat sich am Donnerstagabend vor dem Krankenhaus in Dorsten ereignet. Ein noch unbekannter Täter entriss einer Frau aus Raesfeld ihre Handtasche, sie fiel zu Boden und verletzte sich. Ihr Tasche war weg. mehr...

Raesfeld/Schermbeck Das Sturmtief Friederike hat NRW fest im Griff. Raesfeld war besonders betroffen. Hier war am Vormittag teilweise der Strom ausgefallen. Ein Überblick über die Sturm-Ereignisse in Schermbeck und Raesfeld finden Sie bei uns. mehr...

„Brejpottspöllers“

Kinder halten das Plattdeutsch lebendig

Erle Wie sich Sprache, Verhaltensweisen und Kleidung im Laufe der Zeit ändern, nahmen „de kläinen und de groaten Brejpottspöllers“ vom Erler Heimatverein am Sonntag in lustigen Sketchen bei Brömmel-Wilms ins Visier. Dabei hatten die jungen Darsteller die Lacher auf ihrer Seite.mehr...