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Hubert Epping

Der Kapitän geht von Bord

Raesfeld Nach fast 40 Jahren im Bildungswerk Raesfeld hat Hubert Epping die Leitung abgegeben. „Ich habe das nicht als Arbeit empfunden“, sagt er. Und konnte beim Abschied die Tränen kaum zurückhalten.

Der Kapitän geht von Bord

„Der Kapitän geht von Bord“ ist die Überschrift auf einem „Extrablatt“, das die Kollegen und Kolleginnen Hubert Epping, dem langjährigen Leiter des Bildungswerkes Raesfeld, am Freitag im Schloss Raesfeld überreichten. Doris Droste-Dassler (l.) tritt an seine Stelle und wird von Heike Simon (r.) unterstützt. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Das ging am Freitag im Schloss Raesfeld aber nicht nur Epping so, sondern auch vielen seiner langjährigen haupt- und ehrenamtlichen Weggefährten und -gefährtinnen im Bildungswerk. „Mir reicht ein Blumenstrauß“, hatte Epping im Vorfeld gesagt – doch seine Kolleginnen und Kollegen überraschten ihn mit einer Feierstunde.

Seit 1979 ist Epping im Bildungswerk tätig gewesen, die meisten Jahre als Leiter. Ehrenamtlich. Seine Nachfolgerin, Doris Droste-Dassler, lobte Eppings „Tatkraft, Organisationstalent und Gelassenheit“. Auf seine „Rückendeckung“ habe sie sich immer verlassen können, jetzt müsse es ohne gehen.

„Riesiges Engagement“

Ein „riesiges Engagement“ bescheinigte Wendel Epping aus dem Leitungsteam des Bildungswerks dem pensionierten Berufsschullehrer Hubert Epping. „Wer bindet sich sowas ans Bein?“, fragte Wendel Epping in die Runde. Hubert Epping sei aber überzeugt vom lebenslangen Lernen gewesen. Und habe mit seiner Frau Ursula eine verständnisvolle Partnerin an seiner Seite gehabt. Zeitintensiv sei Hubert Eppings Ehrenamt gewesen: „Zeit, die man dem Partner und der Familie vorenthält.“ Jetzt könne sich Hubert Epping um seine Familie kümmern. Wendel Epping unter dem Gelächter der Anwesenden: „Da hast du noch eine Menge wieder gutzumachen.“

Ein Einschnitt sei 2002 gewesen, als bei der Bezirksregierung das Bildungswerk seine Unabhängigkeit vom Kreisbildungswerk beantragte. „Bürokratische Gängelung“ und finanzielle Schwierigkeiten hatten zum Bruch geführt. „Mit Druck und Rosinenpickerei kann man bei Hubert nicht landen“, sagte Wendel Epping schmunzelnd.

In der Folge der Selbstständigkeit wurde auch der Trägerverein zur Förderung des Bildungswerkes gegründet. „Niemals geht man so ganz“, zitierte der stellvertretender Bürgermeister Dieter Strothmann ein Lied von Trude Herr in Anspielung darauf, dass Hubert Epping Vorsitzender des Fördervereins bleiben wird. Als der Geehrte selbst das Wort ergreifen wollte, hinderte ihn zunächst die Rührung daran. „Es hat Spaß gemacht“, sagte er. „Wir haben viele nette Leute und Freunde kennengelernt, was eine Menge wert ist.“

Doris Droste-Dassler wird die Aufgaben von Hubert Epping übernehmen. Als stellvertretende Leiterin besetzt Heike Simon seit Beginn des Jahres eine 30-Stunden-Stelle.

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