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So geht es mit dem Olfener Skatepark weiter

Skateanlage in Olfen

Fast ein halbes Jahr ist seit dem Bürgerentscheid über den Standort der Skateanlage in Olfen vergangen. Die Diskussion wurde damals hitzig geführt. Doch wie geht es nun weiter mit dem geplanten Skatepark?

von Sabine Geschwinder

, 06.06.2018
So geht es mit dem Olfener Skatepark weiter

Ein Skatepark ist noch nicht zu sehen. Der Bauantrag für den Skatepark, der an der Steveraue beim Friedhof entstehen soll, wurde noch nicht gestellt. Geschwinder © Sabine Geschwinder

Wurde für die Skateanlage inzwischen ein Bauantrag eingereicht?

Nein. Ein Bauantrag für die Skateanlage liegt bislang noch nicht vor, wie Bürgermeister Wilhelm Sendermann auf Anfrage erklärt. „Die Planung wird in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt“, erklärt Sendermann.

Dieser findet am 26. Juni um 18 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Olfen, Kirchstraße 22, statt und ist öffentlich zugänglich. Wenn der Beschluss erfolgt, kann dann der Bauantrag eingereicht werden.


Passt das auch in den Zeitplan der Stadt?

Laut Sendermann ja. Eine Verzögerung habe es bislang nicht gegeben. Auch vom Baustart im Herbst geht der Bürgermeister derzeit aus.


Wie war noch gleich das Ergebnis des Bürgerentscheids?

Der Entscheid am 14. Januar war denkbar knapp ausgefallen. Mit 2119 Ja-Stimmen zu 1963-Neinstimmen haben die Gegner des Skateparks eigentlich mehr Stimmen erringen können. Allerdings mussten die Ja-Stimmen aber auch von 20 Prozent der Stimmberechtigten kommen, um den Standort am Friedhof zu verhindern. Doch auch hier war es knapp: Nur 38-Ja-Stimmen haben dazu gefehlt.


Was waren die Argumente der Kritiker?

Die waren vielfältig. Einer der größten Kritikpunkte war jener, dass eine Skateanlage in der Nähe eines Friedhofes als pietätlos empfunden wurde und eine Störung der Totenruhe vorliege. Von der Initiative Pro Friedhofsruhe, einer Bürgergemeinschaft, die sich massiv gegen den Standort am Friedhof aussprach und den Bürgerentscheid initiiert hatte, waren zudem verschiedene weitere Kritikpunkte zu hören. So zum Beispiel Angst vor der Vermüllung der Anlage, Angst vor Lärm durch die Nutzer der Anlage.


Welche Argumente gab es für den Standort am Friedhof?

Nachdem verschiedene Optionen für den Standort abgewogen worden sind und es bei allen Kritikpunkte gab, hatte sich der Rat im Mai vergangenen Jahres für den Standort am Friedhof entschieden. Wilhelm Sendermann hatte sich damals für den Standort ausgesprochen, weil er zentral liege und so die Jugend in die Ortsmitte holen könne.

Wie ist die Stimmung rund ein halbes Jahr nach dem Bürgerentscheid?

In die Diskussion ist Ruhe eingekehrt, findet Bürgermeister Sendermann. Geht es nach ihm, soll das auch so bleiben: „Die Stadt wird alles tun, damit nachher auch keine Probleme entstehen“, sagt er.

Hans-Oswald Mattern sieht das anders. Er war damals einer der Sprecher der Initiative Pro Friedhofsruhe, die gegen den Standort am Friedhof war. Nach dem Entscheid löste sich die Initiative dann auf. „Bei den Bürgern hat sich noch Ärger aufgestaut“, sagt Mattern. „Ich warte auf die Entwürfe und dann werden eine Reihe von Bürgern entscheiden, was sie tun. Mattern schließt auch eine Neuauflage der Bürgerinitiative nicht aus: „Wir werden aktiv, wenn wir angesprochen werden.“ Konkrete Pläne gebe es aber derzeit nicht.

Auch die Initiative Fairskate hatte sich nach dem Bürgerentscheid aufgelöst. „Die Diskussion gibt es ja nicht mehr“, ist der damalige Sprecher André Bonberg überzeugt. „Es hat noch eine Woche nach dem Entscheid nachgehallt, danach ist es ruhig geworden“, sagt Bonberg. „Wir haben das ausdiskutiert.“