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Sperrung an der Lippebrücke

So geht es mit der Lippebrücke weiter

Olfen/Ahsen Die Sperrung der Lippebrücke in Ahsen hat viele Auswirkungen. Der Kreis Recklinghausen hat einen Fragen-Antworten-Katalog dazu online gestellt.

So geht es mit der Lippebrücke weiter

Die Lippebrücke in Ahsen ist komplett gesperrt. Foto: Foto Thomas Aschwer

Seit Mitte April steht fest: Die Lippebrücke von Datteln-Ahsen (K9) nach Olfen kann nicht wieder freigegeben werden. Die Sperrung gilt für den Autoverkehr, aber auch für Fußgänger und Radfahrer, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. In den Tagen danach sind immer wieder ähnliche Fragen aufgetaucht, die ab sofort auf der Internetseite des Kreises in einem Frage-und-Antwort-Katalog aufgeführt und beantwortet werden. Wir dokumentieren die wichtigsten Punkte.

Warum ist die Lippebrücke in Ahsen gesperrt?


Bei einer Untersuchung der Lippebrücke im April stellten Fachleute der Kreisverwaltung Recklinghausen sowie einer Fachfirma ein hohes Sicherheitsrisiko fest. Auf Grund von Einsturzgefahr musste die Brücke in Datteln-Ahsen am 13. April 2018 auf unbestimmte Zeit komplett gesperrt werden.

Ist das Kanufahren im Bereich der Brücke weiter erlaubt?


Es besteht die Gefahr, dass Teile des Bauwerkes herabfallen. Daher betrifft die Sperrung auch die Bereiche unter und neben der Brücke, auf dem Wasser und auch am Ufer. Allerdings ist der Bereich zwischen der B235 und der Lippebrücke in Ahsen derzeit wegen der Lippe-Renaturierung ohnehin gesperrt. Für Kanuten endet daher die Fahrt auf der Lippe an der regulären Ein- und Aussatzstelle Haus Rauschenburg oberhalb von Ahsen. Die Einstiegsstelle in Datteln-Ahsen ist von der Coesfelder Uferseite für die Fahrt flussabwärts frei.

Warum erfolgte die Sperrung der Brücke so plötzlich?


Die Untersuchung der Lippebrücke am 13. April 2018 hatte ergeben, dass die Brücke zunächst für weitere Kontrollen komplett gesperrt bleiben musste. Dabei wurden sowohl die Fahrbahn als auch die Unterseite der Brücke genauer in Augenschein genommen. Nach Sichtung der weiteren Untersuchungsergebnisse und intensiver Abwägung steht fest, dass die Lippebrücke in Datteln-Ahsen (K9) nicht wieder freigegeben werden kann. Der Winter 2017/2018 hat dem bereits angeschlagenen Bauwerk zusätzlich zugesetzt: Die bekannten Schäden der Brücke sind in den ersten Wochen des Jahres 2018 so weit fortgeschritten, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

War der schlechte Zustand der Lippebrücke schon vorher bekannt?


Bereits im Sommer 2017 war ein Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, dass die Brücke nur noch unter bestimmten Auflagen nutzbar ist. Das Befahren war seit diesem Zeitpunkt nur noch für Fahrzeuge mit einer Nutzlast von 3,5 Tonnen zulässig. Im Zuge dessen sind Portale angebracht worden, um große Fahrzeuge an der Durchfahrt zu hindern. Zu den Auflagen gehörte auch die regelmäßige Kontrolle der Brücke in monatlichen Abständen. Der Gutachter ist darüber hinaus zu dem Schluss gekommen, dass die Brücke maximal eine Restnutzungsdauer von fünf Jahren besitzt.

Warum hat der Kreis Recklinghausen nicht schon früher den Weg einer neuen Brücke in die Wege geleitet?


Es gab Pläne des Landes, eine Ortsumgehungsstraße in Datteln zu bauen, um die B235 zu entlasten. Die Kreise Recklinghausen und Coesfeld hatten deshalb im Jahr 2014 geplant, in diesem Zuge eine neue Lippebrücke in Verlängerung der Ortsumgehung zu bauen. Auf Nachfrage der beiden Landräte im Sommer 2017 folgte Ende Oktober die Antwort der neuen Landesregierung, dass die Ortsumgehung in Ahsen aus der Prioritätenliste des Landes herausgenommen worden ist. Nach einem Termin mit der Bezirksregierung unter Beteiligung des Landes im Dezember 2017 haben beide Kreise in der ersten Sitzungsfolge 2018 den landesunabhängigen Bau einer neuen Lippebrücke zwischen Datteln und Olfen beschlossen. Der Kreis Recklinghausen hat darüber hinaus das Verfahren für den Bau der Ortsumgehungsstraße in Trägerschaft des Kreises auf den Weg gebracht.

Wie geht es jetzt mit der Lippebrücke in Ahsen weiter?


Bei den Planungen rund um die neue Lippebrücke wird parallel an zwei Lösungsmöglichkeiten gearbeitet. Zum einen wird überprüft, ob Übergangslösungen für Fußgänger und Radfahrer bis zur Fertigstellung der neuen Brücke geschaffen werden können. Ob das möglich sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht fest.

Des Weiteren werden die Planungen und Arbeiten für die neue Brücke mit Hochdruck weiter vorangetrieben. Das komplexe Bauvorhaben ist nicht nur bautechnisch, sondern auch logistisch eine Herausforderung: schmale und verwinkelte Straßen in Ahsen und Olfen erschweren den Transport von Baumaterialien und großen Geräten. Darüber hinaus müssen bei der Planung der neuen Brücke Naturschutz-Auflagen rund um die Lippe miteinbezogen werden, da es sich um ein streng geschütztes Gebiet handelt.

Wann wird die neue Brücke fertig sein? Warum dauert es so lange, eine neue Brücke zu bauen?


Die Planung und der Bau einer neuen Brücke sind komplexe Verfahren mit technischen Herausforderungen. Der Kreis Recklinghausen und der Kreis Coesfeld streben an, die Lippebrücke zwischen Ahsen und Olfen so schnell wie möglich neu zu bauen. Dabei sind jedoch neben den Abstimmungsprozessen auch gesetzlich vorgeschriebene Vorgehensweisen zu beachten – diese benötigen Zeit. Wann genau die neue Brücke fertig seien wird, ist daher noch nicht genau abzusehen. Voraussichtlich müssen für das Bauvorhaben zwischen fünf und zehn Jahre eingeplant werden.

Wie verlaufen die Umleitungen von Olfen nach Ahsen?


Durch die Sperrung der Brücke entfällt die Direktverbindung von Ahsen nach Olfen. Die ausgeschilderte Umleitung für Kraftfahrzeuge führt über Flaesheim (Haltern am See) und den Flaesheimer Damm.

Für Fahrradfahrer gibt es ebenfalls eine ausgeschilderte Umleitung. Sie verläuft östlich von Ahsen auf verkehrsarmen und asphaltierten Wegen. Die Strecke führt über den „Uferweg“ bis zur B235 und weiter über die Straße „Zum Krähenbusch“. Die Sperrung der Lippebrücke sowie die Umleitungen sind darüber hinaus im Kartennetz zu finden: www.radroutenplaner.nrw.de

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