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Bau von Windrädern in Olfen

Olfener können sich an Windenergieanlage beteiligen

Olfen Am Alten Postweg an der Stadtgrenze von Olfen zu Haltern werden gerade zwei Winderenergieanlagen gebaut. Die Olfener Bürger können sich beteiligen. Wir haben nachgefragt, wie viel Geld sie wie lange anlegen müssen und welchen Zinssatz es dafür gibt.

Olfener können sich an Windenergieanlage beteiligen

Das Fundament für die erste Windenergieanlage ist fertiggestellt. Der Aufbau kann nun erfolgen. Foto: Theo Wolters

Das erste Fundament ist betoniert, der Aufbau der Windenergieanlage beginnt in den kommenden Tagen. Im Juni soll die Fertigstellung der beiden Anlagen erfolgen. Die Bürger können sich finanziell beteiligen. Bei einer Informationsveranstaltung erfuhren rund 150 Olfener in der Stadthalle am Montag Details zu einer finanziellen Beteiligung. Wir beantworten Fragen.

Wer ist an der Bürgerwindpark GmbH beteiligt?

Die Mehrheit mit 50,1 Prozent hält die Gesellschaft für regenerative Energie in Olfen (Genreo). Hieran sind die Stadt Olfen und Gelsenwasser beteiligt. Mit 33,3 Prozent sind die Grundstückseigentümer an dem Windpark beteiligt, die Stadtwerke Haltern am See halten 16,6 Prozent.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten belaufen sich auf 10,05 Millionen Euro. Die drei Gesellschafter der Bürgerwindpark-Gesellschaft steuern 2,01 Millionen Euro bei. Der restliche Betrag setzt sich aus Krediten und der Bürgerbeteiligung zusammen.

Wie können sich Olfener beteiligen?

Alle Bürger mit dem Hauptwohnsitz in Olfen können sich beteiligen. Die Beteiligung ist nicht wie eine Aktie zu verstehen, sondern wie ein Sparprodukt. Wer Geld in den Windpark investiert, ist deshalb weder an möglichen Gewinnen oder Verlusten der Stromerzeugung beteiligt. Der Anlagebetrag beträgt maximal 5000 Euro. Möglich sind auch 500 Euro, wobei es dann in 500-Euroschritten bis 5000 geht. Der jährliche Zinssatz beträgt 2,05 Prozent. Möglich ist eine Laufzeit von fünf oder zehn Jahren. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung des gezeichneten Kapitals.

Ist an eine Verlängerung des Angebots in zehn Jahren gedacht?

Wilhelm Sendermann erklärte, eine Verlängerung sei zurzeit nicht vorgesehen.

Mit welchem Geldinstitut arbeitet der Bürgerwindpark zusammen?

Bürgerwindpark-Geschäftsführer Berthold Hambach erklärte, es hätten sich vier Institute beworben. Die Wahl fiel auf die Volksbank Lüdinghausen-Olfen.

Welche Summe kann insgesamt gezeichnet werden?

Bürger können Anteile von insgesamt 670.000 Euro zeichnen.

Was geschieht, wenn dieser Betrag übertroffen wird?

Bürgermeister Wilhelm Sendermann: „Wir werden dann den Höchstbetrag von 5000 Euro reduzieren. Wir möchten, dass möglichst viele Olfener die Möglichkeit erhalten, sich an dem Bürgerwindpark zu beteiligen.“

Wie und wann können Anteile gekauft werden?

Wilhelm Sendermann erklärte, dies werde Mitte bis Ende Mai erfolgen. Den genauen Tag könne man aber noch nicht sagen. „Es wird so sein, dass Interessierte an einem festgelegten Tag im Rathaus erscheinen und die Anteile zeichnen“, so der Bürgermeister. Das notwendige Formular könne man demnächst von der Internetseite der Stadt herunterladen.

Beabsichtigt die Bürgerwindpark GmbH Geld für Projekte in Olfen zur Verfügung zu stellen?

Dies sei geplant, wie Wilhelm Sendermann erklärte. Jährlich würden 5000 Euro von der Gesellschaft für Projekte in Olfen zur Verfügung gestellt.

Was für Anlagen werden gebaut?

Auf dem Gelände entstehen zwei Anlagen der Firma Enercon mit der Typbezeichnung E-115. Die Nabenhöhe beträgt 149 Meter, der Rotordurchmesser 115 Meter. Die Anlagen haben eine Gesamthöhe von 206,50 Meter.

Wie viel Strom sollen die Anlagen produzieren?

Wie Berthold Hambach erklärte, könnten es rund 15 Millionen Kilowattstunden pro Jahr sein. Mit dieser Menge könnten rund 4700 Drei-Personen-Haushalte versorgt werden. Rund 11.000 Tonnen Co2- Emissionen können vermieden werden

Wo wird der Strom eingespeist?

Die Stadtwerke Haltern bauen zurzeit an der B 58 ein Umspannwerk.

Die Anlagen sind für 20 Jahre genehmigt. Was geschieht anschließend?

Wie Berthold Hambach erklärte, müssten die Anlagen dann auf Kosten des Betreibers zurückgebaut werden. Für diesen Fall müssten finanzielle Rückstellungen gebildet werden.

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