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Doppelkopf-Stadtmeisterschaft in Olfen

Mehr als 30 Jahre Doppelkopf

Olfen Vor mehr als 30 Jahren packte Markus Sanning die Doppelkopf-Leidenschaft. Auch er war bei den Doppfelkopf-Stadtmeisterschaften am Wochenende in Olfen dabei. Doch er machtsich Sorgen um die Zukunft seines Hobbies.

Mehr als 30 Jahre Doppelkopf

So sieht ein gutes Blatt aus. Mit Dulle und nur einem Fehl. Foto: Foto: Antje Pflips

Alte Hasen und Anfänger sitzen sich am Freitagabend beim 29. Doppelkopfturnier im Haus Katharina in Olfen gegenüber. 27 Mannschaften kämpften bei der Stadtmeisterschaft gegeneinander. Eine Veranstaltung, die Jung und Alt zusammenführt. Und das bereits seit 28 Jahren. Zu den Spielern, die kein Turnier verpassen, gehört Markus Sanning.

Neben Gisela Sander war er an allen Turnieraustragungen dabei. „Beim Doko reizt mich vor allem die Geselligkeit“, erklärte er. Vor über 30 Jahren hat ihn die Doppelkopf-Leidenschaft, kurz Doko, gepackt und nicht wieder losgelassen. Er lernte es von seinen Onkeln und Cousins, die bei Familientreffen regelmäßig Doppelkopf spielten. Sanning selbst organisierte in den 90er Jahren die „Doko-Night“ im Olfener Jugendtreff. Früher mal war er fast jeden Monat auf einem Turnier in Olfen und Umgebung dabei.

Mehr als 30 Jahre Doppelkopf

Markus Sanning gehört schon zu den „Alten Hasen“ beim Doppelkopfturnier. Foto: Foto: Antje Pflips

Turniere sterben aus

Mit „Ferienlager“ ist Sanning viermal Stadtmeister geworden. „Leider sterben die Turniere langsam aus“, bemerkt er. Daher findet er es sehr positiv, dass die Stadtmeisterschaft generationsübergreifend angenommen wird. „Wir brauchen den Nachwuchs“. Tatsächlich liegt der Altersdurchschnitt bei den Turnieren recht hoch.

Doch es gibt Hoffnung. Zum zweiten Mal spielten Vincent Eichhorn, Leo Walterbusch, Meike Krursel und Mauritz Oehmen mit. Die junge Gruppe aus den Reihen der Messdiener, die sich „Die dichten Toten“ nennt, trifft sich einmal im Monat. „Zuerst waren wir ein bisschen zittrig. Wir hatten etwas Angst, mit den Älteren zu spielen“, meint der 18-jährige Vincent. Doch das hätte sich schnell gelegt. Sie wurden freundlich aufgenommen und fanden im Laufe des Abends zu ihrem Spiel. Gelernt haben sie es von ihren Eltern und Großeltern. Jetzt sind sie begeistert dabei und wollen auch weiterhin teilnehmen.

Mehr als 30 Jahre Doppelkopf

Immer ausgebucht: die Stadtmeisterschaft im Mannschafts-Doppelkopf Foto: Foto: Antje Pflips

Ältere Spieler siegten

Den Sieg musste die junge Gruppe dann aber doch den älteren Spielern überlassen.

Den Mannschaftpokal gewannen die Spieler der Gruppe „3+1“, den Pokal der Ruhr Nachrichten erhielt als bester männlicher Spieler Johannes Riße. Da sie punktgleich waren, sicherten sich Reinhold Vagedes und Gisela Sander beide den zweiten Platz. Sander erhielt auch einen Blumenstrauß, wie es traditionell für die beste Damenspielerin gemacht wird.

Reinhold Vagedes, der bereits seit 40 Jahren spielt, sagt: „Ich finde den Altersmix gut.“ Die Mitspieler seien angenehm und die Organisation hervorragend. Das sehen wohl viele passionierte Spieler so: Das Turnier war bereits im Vorfeld ausgebucht.

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